Kapelle im St. Vinzens-Hospital

Als der erste Neubau (Jetzt: Altbau Barbarahaus) des St. Vinzenz-Hospital 1912 vollendet wurde, gehörte auch die Kapelle an ihrem heutigen Ort zu den Räumlichkeiten. So konnten die seit 1872 in der Dinslakener Krankenpflege tätigen „Barmherzigen Schwestern von der allerseeligsten Jungfrau und schmerzhaften Mutter Maria“, kurz: Clemensschwestern, im Gebet in der Krankenhauskapelle Kraft finden für ihren Dienst an den kranken und sterbenden Patientinnen und Patienten. Auch die 2001 selig gesprochene Schwester Maria Euthymia betete hier. Ein Portrait, gemalt von Helmut Wolters, erinnert an den „Engel der Liebe“, die von 1936 bis 1947 in Dinslaken wirkte.

Die im neugotischen Stil erbaute Kapelle lädt vor allem die Kranken und ihre Angehörigen zum Gebet ein. Passend dazu das farbenprächtige Fensterbild, das lange Zeit durch eine Steinmauer verdeckt war. Es verbildlicht aus dem Markusevangelium Jesu Nähe mit den Kranken: „Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt, und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten“ (Mk 1,32f). Vermutlich stammt das Fenster aus der Glaswerkstatt Derix in Kevelaer.

Die 15 Stationen des schlichten und eindrucksvollen Kreuzweges laden ein zum Gebet und Meditieren von Jesu Leidensweg. Menschen, deren Lebensweg auch durch Krankheit und anderes Leid geprägt ist, können Trost finden im leidenden Jesus. Und im Blick auf die 15., die Auferstehungs-Station, hoffnungsvoll vertrauen, dass Not und Tod nicht das letzte Wort haben, sondern wir alle wie Jesus Christus auferstehen werden.

 

 

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