Rückblick 2016

Offenes Adventssingen an der Krippe in Herz-Jesu
Obwohl das Wetter am 3. Adventsonntag nicht ganz so gemütlich war kamen viele Interessierte zum offenen Adventssingen zur Herz-Jesu-Kirche. Begleitet von den Turmbläsern aus Marien Lohberg wurden bekannte Adventslieder gesungen, Gedichte und Geschichten gelesen und die Kinder bestaunten die liebevoll aufgebaute traditionelle Krippe.
Dank gilt allen Aktiven, die durch ihren Einsatz eine vorweihnachtliche Stimmung geschaffen und die Menschen frohgestimmt  haben.
Hier können Sie sich Fotos anschauen!

Lyrik und Musik im November
Vor 420 Jahren von Shakespeare als Kunstfigur erschaffen, hat dieser Antiheld alle Eigenschaften eines modernen Superschurken.
Seine Motivation, aus Hass auf die Menschheit deren despotischer Herrscher zu werden, wurde mit hoher Kunst von den Schauspielern Lara Christine Schmidt, Marie Förster und Patrick Welzbacher unter der Dramaturgie von Nadja Blank in der Herz-Jesu-Kirche umgesetzt.
Auch der musikalische Beitrag von Daria Upolovnikava und Emily Wittbrodt wurde auf höchstem Niveau geboten.

Presse von Bettina Schack

Fotos

120 Jahr Herz-Jesu-Kirche Oberlohberg - Gemeindefest am 11.09.2016

Den festlichen Auftakt für ein wirklich gelungenes, harmonisches Gemeindefest bildete das Hochamt, das von der Schola mitgestaltet wurde. Danach ging es lebendig und fröhlich auf dem Kirchenvorplatz weiter, wo man miteinander gegessen und getrunken hat, ins Gespräch kam und auch die Köstlichkeiten aus verschiedenen Ländern, welche die Frauen aus der Fliehburg in großen Mengen vorbereitet hatten, probierten konnte.
An dieser Stelle möchte ich im Namen des Gemeindeausschusses allen danken, die zum Gelingen des  Jubiläumsfestes beigetragen haben!
Da uns Petrus an diesem Sonntag auch sehr angenehme Temperaturen schenkte, sei ihm und dem Himmel an dieser Stelle für diesen wunderbaren Tag gedankt.
Fotos vom Gemeinedefest

Kräutergottesdienst 2016 auf dem Dudlerhof
Alles passte an diesem Sonntag, als bei Sonnenschein viele Besucher zum Dudlerhof kamen, um die Hl. Messe anl. Mariä Himmelfahrt mit Dechant Kauling und dem Kirchhellener Blasorchester Grafenwald zu feiern.
Die Mutter Gottes spielt in allen monotheisten Religionen eine wichtige Rolle. Und so galt diese Botschaft besonders auch für die Flüchtlingsfamilien, die mit ihren Kindern zum Festgottesdienst gekommen waren.
Maria als Friedensfürstin – Vorbild in einer Zeit starker Unruhen und Auseinandersetzungen.
Beim anschließenden Grillen kam man miteinander ins Gespräch.
Dank an alle Helfer, besonders an Familie Dudler, die den Hof für dieses Fest hergerichtet hatte.
Fotos
Pressemitteilung zur Kräutermesse auf dem Dudlerhof

 

Sonntagskonzert mit dem Duo !Tangoyim"
Masel -jiddisch- bedeutet Glück. Masel hatte das Publikum, welches bei dem Konzert des Fördervereins am Sonntag in der Herz-Jesu-Kirche war.
Pressemitteilung

 

 


Verräter oder Teil eines göttlichen Plans
Ein gebrochener Mann reckt mit letzter Kraft die Hände flehentlich zum Himmel, ein angstvoller Schrei: “ Nein, nein Herr, ich habe Dich nicht verraten“
ein Bild des Mitleids und der Hilflosigkeit zeigt sich dem berührten Zuschauer.
Judas, seit 2000 Jahren auf die Rolle des Verräters festgelegt, als verzweifelter Mensch!
War Judas tatsächlich ein Verräter oder Teil eines göttlichen Plans?
Mit  dem Ein-Personen-Stück „Die Verteidungsrede des Judas“ nach Professor Walter Jens stellte der Schauspieler Sebastian Aperdannier aus Münster in der Herz-Jesu-Kirche Oberlohberg grundlegende Glaubensvorurteile in Frage.
Ein Mensch, der als Verräter in die Geschichte eingegangen ist, dessen Name gleichgesetzt wird mit Jud und der in unserer Namensgebung nicht vorkommt, weil verboten, durfte an diesem Abend Position beziehen zu seiner Rolle, die ihm als Teil des vorgesehenen Heilsplans zugedacht worden ist.
Dieser Judas, der seinen Herrn für 30 Groschen verraten haben soll, fordert die Aufhebung des Schuldspruchs! „Ja, ich bin ein Jud, doch er war es auch!“ Sebastian Aperdannier zeigt mit dem Finger auf das Kruzifix. „Ihn hätten sie genauso ins Gas gejagt!“
Er fordert nach 2000 Jahren die Aufhebung des Schuldspruchs, er fordert endlich sein Recht! Verzweifelt, aufgebracht, sachlich oder flehentlich argumentiert der Jude aus Iskariot.  Jesus war sein Freund und bewunderter Lehrmeister. Der Verrat im Garten von Gethsemane war unvermeidbar gewesen. Schließlich habe jeder gewusst, dass sich Jesus dort aufhalte, jeder habe ihn gekannt und jeder habe gewusst, dass er sich der König der Juden genannt habe.  Unter solchen Umständen kann man doch wohl nicht von Verrat reden.
Nur ein starker und frommer Mann, der Jesus in tiefer Gleichgesinntheit verbunden war, der wie er wusste, dass Gottes Heilsplan nicht ohne Judas und Judas nicht ohne Jesus sein konnte, nur ein solcher Mann wie er, konnte an der Auslieferung Jesu mitwirken. Nur einer wie Judas konnte diese  ihm von Gott zugedachte Rolle annehmen. Nur einer wie Judas konnte zeigen, wie weit die Menschen zu gehen bereit sind: zum Anschlag auf Gott!....
Jesus und Judas, die beiden sind nicht getrennt voneinander zu denken. Beide haben diesen von Gott bestimmten Weg gemeinsam gehen müssen, sowie der göttliche Heilsplan es vorgesehen habe.
Gedankenverloren stellt Judas die Frage, wie es wohl verlaufen wäre, wenn er sich diesem göttlichen Plan widersetzt hätte, wenn er gesagt hätte, nein Herr, das kannst Du von mir nicht verlangen, dass ich den ausliefere, dem ich mich verbunden fühle, den ich liebe, nein Herr, ich kann es nicht! Jesus wäre dem Tod entgangen, er wäre als alter, geachteter und weiser Zimnmermann eines natürlichen Todes gestorben und die Fragen von Schuld oder Unschuld oder Verrat hätten sich nicht gestellt.....
In seinem Monolog stellt Sebastian Aperdannier eine andere Sicht des Judas dar. Judas ist nicht der Verräter, sondern fester Pol in Gottes Rechnung mit der Menschheit. Judas ist nicht Gegenspieler, sondern Erfüllungsgehilfe seines Herrn, um das einzuleiten, was in der Schrift vorhergesagt worden ist.
Und doch bleiben seine Zweifel. Seine Angst, versagt zu haben, treibt ihn schließlich noch vor dem Tod seines geliebten Lehrmeisters  in den Hanf. Dort stirbt er einen einsamen und qualvollen Tod, in dem er  sich selbst die Schlinge um den Hals legt.
Die eindrucksvolle Darstellung von Sebastian Aperdannier erzeugt Betroffenheit, Beklemmung und Verstörtheit.  Doch sanft einsetzende Orgelmusik mit dem Choralvorspiel  „Ich ruf zu Dir Herr Jesus Christ“  von   J.S. Bach, gespielt von der Kirchenmusikerin Stella Seitz, nimmt die Gedanken auf und begleitet sie gefühlvoll.
Lang anhaltender Applaus für eine eindrucksvolle Leistung. Besonders als Sebastian Aperdannier in seinem Schlusswort die Frage nach Schuld oder Unschuld im Zusammenhang mit der aktuellen Flüchtlingskrise stellt, wo jeder ganz schnell einen Verantwortlichen für dieses Drama findet.
Und wir, haben wir nicht alle auch und zu jeder Gelegenheit ganz schnell einen Sündenbock in der Tasche? War seine Frage zum Schluss.

"PocketOrchestra"
Ein ganz besonderes musikalisches Erlebnis war am Sonntag, den 21.02.16, das Konzert des "PocketOrchestra" in der Herz-Jesu-Kirche in der außergewöhnlichen Besetzung von Klavier, Violoncello und Flöte.
Presse
Fotos

Mitgliederversammlung
Stolz präsentierte die Vorsitzende - Käthi Klein- auf der Mitgliederversammlung des Fördervereins am 01.02.2016 den zahlreich erschienenen Mitgliedern den Rechenschaftsbericht für das vergangene Jahr.
Sie dankte allen Mitgliedern und Förderern des Vereins für ihre aktive Unterstützung im vergangenen Jahr und wünschen alles Gute für 2016.
Der Förderverein der Herz-Jesu-Kirche hat sich an der Erneuerung der Lautsprecheranlage mit 5300,- € und an der Renovierung des Pfarrheimes mit 750, € beteiligt.
Erfreulich gut besuchte Kulturveranstaltungen haben mittlerweile einen nachhaltigen Ruf, der sich über Oberlohberg hinaus einen Namen gemacht hat.
Leider hat sich der Kreis Wesel aus der Förderung abgemeldet.- Gleichwohl konnte der Förderverein die neue Mikrofonanlage in der Herz-Jesu-Kirche mit einem großzügigen Beitrag bezuschussen. Ebenso konnten Erneuerungen im Pfarrheim finanziert werden.
Die Mitglieder brachten ihre Zufriedenheit dadurch zum Ausdruck, dass sie den Vorstand einstimmig entlasteten.
Auch das neue Programm für das Jahr 2016 fand uneingeschränkte Zustimmung. So gestaltete sich das anschließende Zusammensein bei Grünkohl mit Mettwurst und Kassler zu einem gemütlichen Abend.

Fotos der Mitgliederversammlung

Scroll To Top