Die Passionisten und Heilig Geist

Der Orden der Passionisten wurde 1741 von Paul vom Kreuz als Missionsorden gegründet. Die Passionisten sehen es besonders als ihre Aufgabe an, das Leiden Christi zu verkünden. Der Orden hat Niederlassungen in der ganzen Welt. Vor allem in Fernost ist er stark vertreten. In Europa war er in der Nachkriegszeit in den Niederlanden besonders stark vertreten. Dort mangelte es zunehmend an Aufgaben. In Deutschland aber fehlten durch den 2. Weltkrieg Priester. Daher suchten sie vermehrt in Deutschland Aufgaben.

 

Mit der Passionisten-Niederlassung in Nütterden bei Kleve begründete der Orden seine Zusammenarbeit mit dem Bistum Münster. Und so kam bereits im April 1956 Pater Gottfried Martijn als Krankenhausseelsorger zum Vinzenz-Hospital.

Hiesfeld war zu diesem Zeitpunkt ein starkes Neubaugebiet und bis dahin sehr stark evangelisch geprägt. Um dem neu entstehenden Seelsorgebedarf gerecht zu werden, beauftragte der Bischof den Orden, hier eine neue Gemeinde aufzubauen.
Im Oktober bereits gibt Pater Gottfried sein Amt als Krankenhausseelsorger an Pater Adrian Snel ab und beginnt, als Kaplan in Herz Jesu und als „Baupastor“ in seiner künftigen Gemeinde Heilig Geist in Hiesfeld zu wirken. Pater Adrian ist gleichzeitig als Kaplan in St. Vinzentius tätig. Es kommen weitere Patres dazu: im Mai 1956 Pater Bernhard van Schijnndel als Dekanatskaplan und Religionslehrer an der Berufsschule und in den Berglehrlingsheimen und Pater Gerhard Bögels als Kaplan in St. Elisabeth Friedrichsfeld.

Am 18. August 1957 erfolgt der feierliche erste Spatenstich für das neue Kloster. Damals sprach man von „Pfarrhaus mit Kapelle“.

Hierfür versendet der damals zuständige Kirchenvorstand der Mutterpfarre Herz Jesu folgende Einladung:

„Der Kirchenvorstand der Herz Jesu Pfarre in Dinslaken-Hiesfeld kann mit großer Freude davon Kenntnis geben, dass nunmehr mit dem Bau eines Pfarrhauses mit Kirchenraum sofort begonnen wird. Am Sonntag, dem 18. August 1957, vormittags 11.30 Uhr wird auf dem Kirchengrundstück in Hiesfeld, Friedenstr. (am alten evangelischen Friedhof), der feierliche erste Spatenstich erfolgen. Der Kirchenvorstand beehrt sich, Sie zu der für die Gemeinde erhebenden Feierstunde ergebenst einzuladen.”
 

Pfarrer Heinrich Eckholt führt den Spatenstich aus und hält auch die Eröffnungsansprache. Zu dem Festakt hatten sich die Geistlichen der katholischen Pfarren des Dekanates, Vertreter des Kreises und der Stadt Dinslaken sowie zahlreiche Katholiken aus Hiesfeld eingefunden.

Bedingt durch schlechtes Wetter kommt es im Herbst 1957 zu Bauverzögerungen.

 

 

Am 14. Mai 1958 wird in kleinem Rahmen Richtfest gefeiert. In Anwesenheit von Architekt Heinz Buchmann, dem ausführenden Bauunternehmer Josef Kahmann sowie dem Polier mit seiner Mannschaft führt Pater Gottfried den letzten Hammerschlag aus. Die Werkleute bekommen 5 DM in bar und für 3 DM zu essen und zu trinken.


Am 30. Mai 1958 wird Pater Gottfried zum Rektor der neuen Klostergemeinschaft ernannt und der Name des Klosters endgültig festgelegt. Es wird entsprechend der neuen Kirchengemeinde „Kloster zum Heiligen Geist“ und nicht wie ursprünglich vom Orden geplant „Bonifatius-Haus“ heißen.

Bei einem Firmbesuch im Juni 1958 bekundet Weihbischof Heinrich Baaken seine Freude darüber, dass die Passionisten sich in Hiesfeld niedergelassen haben, um dem Bistum in seiner großen Priesternot zu helfen. Allerdings findet er, dass die Zimmer der Patres im neuen Kloster arg klein geraten sind.

Im August 1958 kommt Pater Mattheo Veelenturf nach Dinslaken und vertritt Pfarrer Schmitz im St. Johann in Eppinghoven.

Am 10. Oktober 1958 beziehen die Patres, die bisher in den verschiedenen Gemeinden gewohnt hatten, das Kloster. Hinzu kommen aus den Niederlanden Pater Markus Vergeer, und die Brüder Vinzenz van den Bunder und Galileo Graus.

Die ersten Tage der Patres im neuen, noch nicht komplett fertig gestellten Kloster verliefen chaotisch: Nächte im Konferenzsaal zwischen Möbeln und Kisten, Kurzschüsse im Leitungssystem, fehlende Außentüren usw.

Am Sonntag, den 12. Oktober wird um 6:00 Uhr die Kapelle durch Pastor Eckholt eingeweiht. Um 10:30 Uhr wird aus diesem Anlass ein festliches Levitenamt gefeiert, und im Dinslakener Johannahaus gibt es ein Festessen mit den aus den Niederlanden angereisten Patres der Provinzleitung der Passionisten.

Die Hiesfelder freuen sich, dass sie nun „im Dorf“ ihr eigenes Gotteshaus haben, auch wenn es zunächst nur 100 Sitzplätze umfasst.

In der fertig gestellten Küche des Klosters stellt Bruder Galileo seine Kochkünste unter Beweis. Und beim Einkaufen in den Hiesfelder Geschäften kommt es zu viel Spaß, wenn er seine Wünsche in gebrochenem Deutsch vorträgt und es so zu mancherlei amüsanten Missverständnissen führt. Aber durch diese Begegnungen entstehen die ersten freundschaftlichen Kontakte zu den Hiesfeldern, und zwar sowohl zu den Gemeindemitgliedern als auch zu den evangelischen Nachbarn und Dorfbewohnen. Und diese Kontakte werden in der Zukunft mit viel Geschick systematisch gefördert und ausgebaut.

Am 6. Dezember 1958 wird in einem feierlichen Levitenamt die Urkunde verlesen, mit der Bischof Michael Keller Heilig Geist Dinslaken-Hiesfeld zum selbständigen Seelsorgebezirk (zunächst Pfarr-Rektorat) erhebt. Pater Gottfried wird Pfarr-Rektor und Pater Mattheo sein Kaplan.

In der neuen Kloster-Kapelle werden sonntags vier Messen gefeiert, und zwar um 6:30 Uhr als Frühmesse, um 7:45 Uhr, um 9:00 Uhr als Kindermesse und um 10:30 Uhr als Hochamt. Um 14:00 Uhr ist Christenlehre und um 15:30 Uhr Andacht. Bei den meisten Messen ist die im Obergeschoss gelegene Kapelle so voll, dass die Menschen noch auf der Treppe bis ins Erdgeschoss stehen. Mit großem Ehrgeiz und bemerkenswerten finanziellen Opfern wird deshalb der Bau einer eigenen Kirche angegangen.

Ab Januar 1959 ist Pater Markus Kaplan in Herz Jesu Overbruch. Im. Februar 1959 verstirbt Pater Adrian. Er wird unter überwältigender Teilnahme von Dinslakenern in Mook beigesetzt.

Am Weißen Sonntag 1959 erhält die Heilig-Geist Gemeinde aus Münster die Mitteilung, dass schon im nächsten Jahr mit dem Bau einer separaten Kirche begonnen werden kann.


Am 24. Mai 1959 wird das Kloster durch Generalvikar Böggering feierlich eingeweiht. Das Levitenamt findet bei herrlichem Wetter unter freiem Himmel statt.

 

 

Einige Wochen später kehrt Bruder Vinzenz in die Niederlande zurück.

Im August kommt Pater Amadeus van Bergen in die Klostergemeinschaft. Er wird Kaplan in St. Marien Lohberg.

Am 7. September 1959 feiert Pater Gottfried sein silbernes Ordensjubiläum. Seiner Mentalität entsprechend wird kein großes Fest daraus gemacht.

Im Juli 1960 wird Pater Bernhard Bezirkskaplan der CAJ. Im September feiert Pater Gerhard sein silbernes Ordensjubiläum. Pater Robert Snijders wird Krankenhausseelsorger in Spellen.

Im Mai 1961 kommt Pater Eugenius Rutten nach Dinslaken und übernimmt seelsorgerische Aufgaben im Dekanat. Pater Bernhard wird Bezirkskaplan der CAJ für den gesamten Niederrhein. Pater Markus wird Subsidiar in St. Elisabeth Vierlinden und Religionslehrer an der Kreisberufsschule Dinslaken. Pater Eugenius wird sein Nachfolger in Walsum-Overbruch.

Die Kapelle im Kloster wird zum Pfarrsaal umgebaut.

Im Juli wird Pater Christoph van Vliet die Klostergemeinschaft aufgenommen. Er ist Sekretär des Diözesanpräses Wöste der KAB und wohnt in Haltern. Im Oktober feiert Pater Robertus sein Goldenes Priesterjubiläum.

Im Februar 1962 geht Pater Eugenius zurück nach Mook.

 

 

An seine Stelle tritt Pater Anselmus Hotterbeeks.

 

 

 

Als am 15. März 1962 Pfarrer Eckholt stirbt, wird zunächst Pater Gottfried zum vorläufigen Pfarrverwalter von Herz-Jesu Oberlohberg ernannt. Im Juni übernimmt Pater Anselmus das Amt und am 29. Juli wird er feierlich als neuer Pfarrer von Herz-Jesu eingeführt.

Im Januar 1963 übernimmt Pater Gerhard zusätzlich die Aufgabe des Polizeiseelsorgers für den Kreis Wesel. Im Mai wird Pater Markus hauptamtlicher Berufsschullehrer an der Kreisberufsschule. Im Oktober geht Pater Amandus nach Frankfurt. Pater Reginald Spekman wird sein Nachfolger als Kaplan an St. Marien.

Im Mai kommt Pater Richard Kouters nach Hiesfeld. Er übernimmt die Aufgaben von Pater Mattheo, der seit dem Weggang von Pater Reginald in St. Marien tätig ist. Im Juni geht Pater Bernhard zurück nach Mook.

Im März 1965 geht Pater Gerhard nach Mainz. Seine Aufgabe als Krankenhausseelsorger übernimmt Pater Bauduin Baetsen. Pater Richard Kouters geht in den Westerwald.

Im September 1965 kommt Pater Leon Goertz als Kaplan in der Heilig Geist-Gemeinde nach Hiesfeld.

Im Februar 1966 stirbt Pater Robertus und wird in Mook beerdigt.


Am 4. Mai 1966 feiert Pater Gottfried sein silbernes Priesterjubiläum.
Pfarrgemeinde, Klostergemeinschaft und Öffentlichkeit nutzen dieses Fest, um ihm ihre Dankbarkeit und Verbundenheit zu zeigen.

 

 

 

 

Am 18. April 1967 ist Abschiedsabend für Pater Mattheo. Er geht zu einer Passionisten-Neugründung nach Marienmünster.

 

 

 

Am 30. Mai 1968 begeht Pater Anselmus sein Silbernes Priesterjubiläum. Die Herz-Jesu-Gemeinde feiert dieses Fest am 16. Juni mit ihrem Pastor.

Am 27. September 1970 wird Pater Markus als Pastor in Herz Jesu eingeführt. Ende des Jahres kommen Gerd Blick und Hubert Ennega nach Hiesfeld.

Am 28. März 1971 wird Hubert Ennega in der Heilig-Geist-Kirche von Weihbischof Heinrich Baaken zum Diakon geweiht.

Im August geht Pater Leon in die Niederlande zurück.



Am 6. Februar 1972 wird Pater Hubert Ennenga in der Heilig-Geist-Kirche zum Priester geweiht. Er wird Kaplan in Heilig-Geist.





Im Laufe des Jahres kommt Pater Aloysuis Musters nach Hiesfeld. Sein Wirkungskreis wird zwar Oldenburg, aber seinen Urlaub verbringt er stets in Hiesfeld.

Am 14. Januar 1973 wird Pater Gerd Blick in der Heilig-Geist-Kirche von Weihbischof Laurenz Böggering zum Priester geweiht. Er wird Religionslehrer am Ernst-Barlach-Gymnasium und widmet sich der Jugendarbeit.

Im April 1975 wird Pater Hubert Nachfolger von Pater Bauduin als Krankenhausseelsorger. Pater Gerd wird Kaplan in Heilig Geist.

Im Dezember gibt Pater Christoph sein Amt als KAB-Referent in Haltern ab und geht nach Frankfurt. Pater Markus tritt im März 1977 seine Nachfolge an.
Im Sommer geht Pater Hubert nach Marienmünster, und Pater Leonhard Clumpkens übernimmt das Amt des Krankenhausseelsorgers.

Pater Amandus stirbt und wird in Mook beigesetzt.

Im Dezember übernimmt Pater Gerd zusätzlich die Betreuung der Herz-Jesu-Gemeinde, im Februar 1978 wird er Pfarrverwalter.

Im Frühjahr wird der um mehrere Räume erweiterte Pfarrsaal eingeweiht.
Im Sommer wird Pater Leonhard Krankenhausseelsorger in Orsoy.

Im Mai 1980 kommt Pater Olav Schermer als neuer Mitbruder ins Kloster.
Ein paar Tage später feiert Pater Hilarion im Kloster sein 40-jähriges Priesterjubiläum.
Im selben Monat feiert Pater Olav mit einem Festhochamt mit der Heilig-Geist-Gemeinde sein silbernes Priesterjubiläum.
Im Juni stirbt Pater Hilarion und wird in Haastrecht beigesetzt.

Im Mai feiert Pater Gottfried sein 40jähriges Priesterjubiläum und sein 25jähriges Ortsjubiläum. Die ganze Kirchengemeinde und die Dinslakener Öffentlichkeit begehen dieses Fest mit ihm in einer feierlichen Eucharistiefeier und bei einem großen Empfang im Pfarrsaal.

Im selben Monat feiert auch Pater Leonhard sein 40jähriges Priesterjubiläum, und zwar in Orsoy im Kreise seiner Familie und seiner Mitbrüder.

Im August 1981 nehmen Klostergemeinschaft und Kirchengemeinde Heilig Geist Abschied von Pater Gerd, der als Pastor nach Frankfurt geht. Pater Olav wir sein Nachfolger als Kaplan in Heilig Geist.

Im Frühjahr 1982 feiert Pater Markus in Haltern sein Silbernes Priesterjubiläum.


Im Januar 1983 kommen Pater Arthur Neuhaus und Pater Alfons Rijniers neu ins Kloster. Pater Arthur wird Kaplan, Pater Alfons Subsidiar in Heilig Geist.





Im Mai verlässt Pater Olav die Gemeinde und das Kloster und geht nach Brasilien.

Am 26. Juni 1983 feiert die Kirchengemeinde Heilig Geist im Rahmen eines großen Pfarrfestes ihr 25jähriges Bestehen. Bei diesem Fest ist die gesamte Klostergemeinschaft natürlich entsprechend einbezogen.

Am 11. September feiert Pater Alfons sein Goldenes Ordensjubiläum. Geschenke aus diesem Anlass wandern in der Form von „Barem“ in das Orgelprojekt.

Im Dezember feiert die Gemeinde mit Regionalbischof Ludwig Averkamp ein feierliches Pontifikalamt aus Anlass des 25jährigen Bestehens der Gemeinde.

Am 11. April 1984 feiert Pater Gottfried mit der gesamten Gemeinde seinen 70. Geburtstag. Im Anschluss an das Dankhochamt findet ein Empfang statt.
Im Frühjahr kehrt Pater Christoph in die Klostergemeinschaft zurück und ist verantwortlich für den Umbau des Klosters.

Am 9. September 1984 feiert Pater Gottfried sein Goldenes Ordensjubiläum. Die ganze Gemeinde, ganz Hiesfeld, die Nachbargemeinden – sowohl die katholischen wie die evangelischen, ja ganz Dinslaken feiert mit ihm Veränderungen in der Ordensgemeinschaft der Passionisten (fehlender Nachwuchs, Aufgabe von Standorten) führen dazu, dass das Heilig-Geist Kloster weitere, vornehmlich ältere Ordensangehörige aufnehmen soll. Deshalb meldet der Orden Eigenbedarf an dem bisher von der Gemeinde genutzten Räumlichkeiten im Klostergebäude an. Daher plant die Gemeinde ein neues Pfarrzentrum. Am 25. November 1984 wird der Grundstein für das neue Pfarrzentrum gelegt.

Im November wird Pater Leonhard emeritiert und geht nach Marienmünster.

Am 2. Juni 1985 wird die neue Orgel in der Heilig-Geist-Kirche geweiht. Dank der Begeisterungsfähigkeit von Pater Gottfried ist sie zu diesem Zeitpunkt schon zu 90% bezahlt.
Am 26. Oktober 1985 wird das neue Pfarrzentrum feierlich eingeweiht. Jetzt werden die freiwerdenden Räumlichkeiten ins Kloster integriert. In diesem Zusammenhang entsteht im Kloster eine neue, kleine Kapelle, in denen die Gemeinde auch die Werktagsmessen feiert.
Im November geht Pater Markus nach Marienmünster.

Im Herbst 1986 kommt Bruder Galileo als Pensionär ins Hiesfelder Kloster zurück. Pater Markus geht nach Marienmünster.

Im Herbst 1987 kommen Pater Ambrosius Martijn und Pater Richard Kouters als Ruheständler ins Hiesfelder Kloster.


Am 26. September 1987 wird in einem feierlichen Gottesdienst Pater Gottfried als Pfarrer „seiner“ Heilig-Geist-Gemeinde verabschiedet, in der er 31 Jahre lang so segensreich gewirkt hat. Er bleibt aber im Heilig-Geist-Kloster.


Pater Arthur übernimmt die Aufgabe des Pfarrverwalters.




Am 17. Januar 1988 wird Pater Frans Derix als neuer Pfarrer in der Heilig-Geist-Gemeinde eingeführt.







Am 4. Oktober erhält Pater Gottfried auf Antrag des Kirchenvorstandes das Bundesverdienstkreuz, Sein Kommentar: „Ich hatte schon viele Kreuze zu tragen, aber so eines noch nicht.“





Im. Januar 1989 verstirbt Pater Gerhard und wird in Marienmünster beerdigt.

Im Mai feiert Pater Alfons sein Goldenes Priesterjubiläum in seiner früheren Gemeinde in Sommerzell.

Am 16. Mai 1989 feiert die gesamte Gemeinde mit Pater Gottfried seinen 75. Geburtstag.

Im Sommer kommt Pater Anselmus als Pensionär zurück in die Hiesfelder Klostergemeinschaft.

Im Frühjahr 1990 stirbt Pater Servatius Vossen. Er hat zwar in Marbeck gewohnt und gewirkt, war aber der Hiesfelder Klostergemeinschaft zugeordnet.

Im Februar 1991 stirbt Pater Anselmus im Alter von 73 Jahren. Das Beerdigungsamt findet in der Heilig-Geist-Kirche statt. Die Beisetzung ist später in den Niederlanden.

Ab dem Frühjahr 1991 hilft Pater Alfons nachkrankheitsbedingter Pause wieder im Altenheim St. Barbara in Walsum aus.

Am 22. Mai 1991 stirbt Pater Gottfried im Alter von 77 Jahren. Die Ordensgemeinschaft, die“ Heilig-Geist-Gemeinde, fast das gesamte Hiesfelder Dorf, sowie zahlreiche Vertreter von Kirchen, Behörden, und Vereinen nehmen Abschied von ihm in einem feierlichen Seelenamt, das von Regionalbischof Heinrich Janssen zelebriert wird, und geleiten ihn zur letzten Ruhestätte auf dem katholischen Friedhof in Oberlohberg neben Pfarrer Eckholt.

Im Herbst stirbt Pater Alexius Custers, der bei Marienmünster und in Iburg tätig war, aber ebenfalls zur Hiesfelder Klostergemeinschaft gehörte.
Im Februar 1993 stirbt Pater Richard und wird auf dem katholischen Friedhof in Oberlohberg beigesetzt.



Am 24. Februar 1993 wird der Pfarrer Pater Frans 50 Jahre alt. Die ganze Gemeinde feiert das mit ihm. am folgenden Wochenende mit einem Festgottesdienst und anschließendem Empfang.





Am 24. Juni erleidet Pater Frans einen Herzinfarkt und wird ins Vinzenz-Hospital eingeliefert. Dort bleibt er stationär bis zum 31. August. Die Zeit der Rekonvaleszenz dauert allerdings wesentlich länger. Daher „leiht“ das Bistum der Heilig-Geist-Gemeinde im Oktober für die Zeit bis zum Februar 1994 Kaplan Goebel aus Lüdinghausen aus. Für die Heilig-Geist-Gemeinde ist es eine neue Erfahrung, einen „weltlichen Geistlichen“ als Kaplan zu haben.



Im November 1993 begeht Bruder Galileo sein 40jähriges Ordensjubiläum und feiert es mit der Gemeinde im Gottesdienst und anschließend im Pfarrsaal.






Am 25. Mai 1994 muss Pater Frans erneut in die Uniklinik Düsseldorf. Da seine Gesundheit nicht ganz wiederhergestellt werden kann, legt er sein Pfarreramt nieder. Am 1. August 1994 wird Pater Frans mit einem feierlichen Gottesdienst und anschließendem Empfang als Pfarrer der Heilig-Geist-Gemeinde verabschiedet. Er bleibt aber im Kloster und bleibt auch der Gemeinde erhalten, und zwar als Vicarius Cooperator.



Am 16. Oktober 1994 feiert Pater Arthur seinen 70.Geburtstag. Gleichzeitig tritt er, nachdem er nun 12 Jahre als Kaplan in der Heilig-Geist-Gemeinde gewirkt hat, in den wohlverdienten Ruhestand. Zahlreiche Gratulanten stellen sich ein.







Am 26. Dezember verstirbt Pater Leonhard und wird in Mook beerdigt.





Im Sommer 1995 feiert Pater Ambrosius im Kloster sein 60-jähriges Priesterjubiläum. Nachdem er lange Zeit in Frankfurt als Gefängnisseelsorger tätig war, ist er als Ruheständler seit 1987 in der Hiesfelder Klostergemeinschaft. Er nimmt regen Anteil am Gemeindeleben und fühlt sich vor allem bei der Seniorengemeinschaft zu Hause.

Im September wird Pater Frans von der Passionisten-Kommunität in Haastrecht als deren Superior gewählt. Deshalb wird er im Oktober das Hiesfelder Kloster und somit auch die Hiesfelder Gemeinden, für die er ja noch im Seelsorgeteam tätig ist, verlassen.
Am 29. Oktober 1995 findet die Verabschiedung von Pater Frans in einer Eucharistiefeier statt. Die ganze Gemeinde dankt ihm herzlich für die von ihm geleistete Arbeit und wünscht ihm alles Gute für seine berufliche und nicht zuletzt gesundheitliche Zukunft.

Im Oktober stirbt Pater Alfons und wird unter reger Hiesfelder Anteilnahme auf dem katholischen Friedhof in Oberlohberg beigesetzt

Am 29. Oktober findet eine Hausversammlung der verbliebenen Mitglieder des Konvents mit Pater Provinzial statt. Hierbei kommt man zu der Überzeugung, dass die Aufrechterhaltung des Konvents aus personellen sowie wirtschaftlichen Gründen nicht länger angebracht ist. Und so wird zum Ende April die Auflösung des Klosters beantragt..
Ende April 1996 verabschieden die Hiesfelder „ihre“ Passionisten in einem bewegenden Gottesdienst.

Die Passionisten haben das Hiesfelder Gemeinde- und Dorfleben nachhaltig geprägt.
Ihnen gehört der aufrichtige Dank der Gemeinde für ihr Werk.

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