Katholischer Kindergarten am Baßfeldshof 16a

 

Mit Kindern wachsen

„Kinder sollten mehr spielen, als viele Kinder es heutzutage tun.
Denn wenn man genügend spielt, solange man klein ist, dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später sein ganzes Leben lang schöpfen kann. Dann weiß man, was es heißt, in sich eine warme, geheime Welt zu haben, die einem Kraft gibt, wenn das Leben schwer wird. Was auch geschieht, was man auch erlebt, man hat diese Welt in seinem Innern, an die man sich halten kann.“                                                                                                          Astrid Lindgren

Auch wir stellen wie Astrid Lindgren das kindliche Erleben in den Mittelpunkt.

 „Mit Kindern wachsen“ heißt das Leitbild unsererKindertageseinrichtung.                               60 Kinder im Alter zwischen 2-6 Jahren werden zurzeit bei uns  betreut. Grundlage unserer Arbeit ist das Kinderbildungsgesetz von NRW.                                                                          Über den gesetzlichen Bildung- und Erziehungsauftrag hinaus, wollen wir den Kindern den christlichen Glauben näher bringen. Gemeinsam machen wir uns auf den Weg die Feste im Kirchenjahr zu feiern, begegnen in kindgemäßer Weise Jesus Christus um so in vertrauensvoller Atmosphäre Gott und den christlichen Glauben zu entdecken.      

Unsere Leitgedanken:

„Sei neugierig und entdecke das Leben“, wir wollen Kinder befähigen, sich in ihrer Welt zurechtzufinden und sie mitzugestalten.

Die Kinder können in der Freispielzeit selbst entscheiden, wo, was, mit wem und wie lange sie spielen möchten. Diese „freie Wahl“ ist deshalb so wichtig, weil sich jedes Kind ganz unterschiedlich und in seinem Tempo  entwickelt.  Es holt sich Entwicklungsreize, die es in seiner momentanen Lebenssituation ganz individuell benötigt. Das ganzheitliche Erleben steht dabei im Vordergrund. Spielen ist für Kinder Lernen. Sie spielen nicht einfach nur so, um sich die Zeit zu vertreiben, sondern entdecken im Spiel mit allen ihren Sinnen die Welt. Sie sind neugierig, wissensdurstig, experimentierfreudig und immer auf der Suche nach neuen Erfahrungen. Daher bieten wir eine Umgebung, in der Kinder forschen, entdecken und selbst tätig sein können.

Die Gruppenräume sind zu Themenräumen geworden:                                                       in der Sonnengruppe ist ein Konstruktions- und Baubereich,                                                    in der Mondgruppe ist der Sinneserlebnisraum und                                                                  in der Sternengruppe können die Kinder Rollen-und Theaterspiele kreativ umsetzen.

Das Atelier bietet den kleinen Künstlern viele Möglichkeiten schöpferisch-kreativ zu sein.         Ein Raum- die Zauberbude- wird je nach Bedarf genutzt. Hier wird vorgelesen, Tischspiele gespielt und Projekte durchgeführt. Jeden Freitag kommt hier auch der Bücherwurm. Die Kinder können sich ein Buch ausleihen und für eine Woche mit nach hause nehmen.                                                                                                                                    In den Waschräumen können durch Experimente mit Wasser, Schaum, Creme… Sinneserfahrungen gesammelt werden.

Für  psychomotorische Bewegungserfahrungen steht uns die Turnhalle zur Verfügung und auch im Flur flitzen kleine Fahrzeuge, wenn der Bewegungsdrang gerade groß ist.

Besonders stolz sind wir auf unseren naturnahen, weitläufigen Außenbereich. Mit einer Fülle von Spiel-, und Erlebnismöglichkeiten steht er den Kindern für Entdeckungen zur Verfügung. Jedes Kind hat Matschsachen, damit wir bei jedem Wetter die Natur erleben dürfen. Eine Pfütze, Erde, Zweige und Blätter bieten die interessantesten Entdeckungsmöglichkeiten.                               In einem kleinen Gemüsegarten wird gesät, gepflegt und gehegt und geerntet. Hier erleben wir die Naturzusammenhänge und Gottes Schöpfung ganz nah.                                                     Noch in diesem Jahr wird zudem, durch das Projekt Blumenviertel, ein direkter Anschluss an den Mehrgenerationenpark geschaffen, der weitere Spiel-, und Erlebnismöglichkeiten bietet.         

Ein weiterer Schwerpunkt in unserem Kindergarten ist die Zusammenarbeit mit dem Seniorenzentrum Alfred Delp Haus. Einmal im Monat besuchen wir die Senioren, singen, basteln, spielen oder backen miteinander. Bei gemeinsamen Spaziergängen, Laternensingen, Karneval und Gottesdienstfeiern geht es mal besinnlich, mal lustig und lebendig zu und wir erleben jedes Mal die tragende Gemeinschaft von Jung und Alt.

Die Kinder entwickeln sich unter anderen Kindern meist sehr positiv. Die Kinder im letzten Kindergartenjahr sind dann in ihrer Entwicklung meist schon gefestigt und sehr neugierig. Im Blick auf den Entdeckungsdrang, die Selbständigkeit und die Schule, ist diese Zeit besonders spannend. Diese Kinder bilden eine besondere Gruppe, suchen sich einen Namen und in Kinderkonferenzen stellen sie Wünsche, Ideen, Aktionen und Projekte für das letzte Jahr zusammen. Wir planen gemeinsam eine Waldwoche und den Dinslakener  Citylauf mit dem Vorbereitungstraining. Die unterschiedlichsten Besuche standen schon auf der Wunschliste: Polizei, Feuerwehr, Bücherei, Museen, Stadtführungen, Bäckereien, Zahnarzt, die Sinalko Abfüllstation und natürlich die Schule. Die Aktionen sind eingebunden in Vor und Nachbereitungen um ganzheitliches Lernen in Sinnzusammenhängen zu ermöglichen.

Unsere Öffnungszeiten:

Montags – Freitags von 7:00 Uhr – 16:00 Uhr                                                                          Anmeldungen nach Vereinbarung: Tel. 02064 / 31142                                                              Email: www.kita.stjakobus-dinslaken@bistum-muenster.de                                                     Homepage: www.katholische-kirche-dinslaken.de                                                                   Leitung: Brigitte Flockau

Auf dem Weg des „Wachsens“ und in die Selbständigkeit, brauchen die Kinder Begleiter, die sie so annehmen wie sie sind, und sie mit Achtung in ihrer Entwicklung unterstützen und begleiten.

Wir Pädagogen stehen ihnen als Partner zur Seite um jedes Kind bestmöglich in das Leben zu begleiten.

Das Team:

Die Kinder werden in ihrer Entwicklung begleitet von:

Brigitte Flockau, Leiterin                                                                                              Martina Schmitt                                                                                                                 Rita Albustin                                                                                                                     Beate Schmelt                                                                                                                                                                                                                             Manuela Strauß                                                                                                           Daniela Ufermann                                                                                                                                                                                                                                  Sabine Johland                                                                                                                 

Martina Ilbertz                                                                                                              Janine Holdermann

Sabrina Ulbrich

Andre Specht

Sabine Ballnus

Jessica Wochnik

 

Unsere Hauswirtschaftskraft Eva Maleska unterstützt uns in der Küche

Das Reinigungsteam: Fr. Sternadel und Fr. Kluczniok

Für unseren Garten sorgt Herr Arnold Verhoeven

 

 

Wir sind Bewegungskita

Konzeption Bewegung

„bewegen – entdecken - wachsen“

Kinder haben ein natürliches Grundbedürfnis nach Bewegung. Über Bewegung erleben die Kinder sich und ihre Umwelt. Sie ist Grundlage für die körperliche, geistige und seelische Entwicklung, sowie des Sozialverhaltens. Bereits in der frühen Kindheit wird diese Basis für das restliche Leben gelegt.

Schon im Mutterleib ist das Kind ein echter Akrobat. Es schlägt Purzelbäume, legt sich quer, streckt sich in die volle Länge und nimmt seine Umwelt über den Körper wahr. Erste Bewegungen nach der Geburt, die Entdeckung der Hände über Mund, Augen, Geruch - all das ist der Beginn des freien Spiels und somit körperlicher und geistiger Entwicklung. Die frühe Kindheit ist gekennzeichnet durch Neugier, Entdeckungslust und einen großen Bewegungsdrang. Das Lösen von Problemen erfolgt meist durch praktischen Umgang mit den Dingen und Gegenständen und durch ausprobieren.

Bewegung ist mehr als körperliche Aktivität – es ist Kreativität, Initiative und Interaktion.

Bewegung und kindliche Entwicklung

Pädagogischer Hintergrund

Von der Geburt an verfügt der Mensch über einhundert Milliarden Nervenzellen. Sie sind jedoch erst dann funktionstüchtig, wenn sie miteinander verkoppelt werden. Bewegungen und Sinnestätigkeiten schaffen Reize, die zur Synapsenbildung führen. Diese Verbindungen und Vernetzungen zwischen den Nervenzellen werden umso komplexer, je mehr Reize durch die Sinnesorgane zum Gehirn geleitet werden. Kinder „be-greifen“ mit ihrem Körper Eigenschaften und Gesetzmäßigkeiten in der Welt. Deshalb bildet die motorische Entwicklung die Voraussetzung für die geistige Entwicklung.

In unserer technisch orientierten und immer schnelllebiger werdenden Welt gibt es immer weniger Möglichkeiten (Raum und Zeit) für Kinder, sich zu bewegen und frei zu spielen. Die Kinder machen immer weniger Körpererfahrungen um sich, den Anderen und die Welt zu entdecken und zu verstehen. Kinder brauchen aber diese Erfahrungen um sich gesund, positiv ganzheitlich zu entwickeln.

Psychomotorik

Das Konzept des Bewegungskindergartens bezieht sich auf die Grundsätze der Psychomotorik. Diese weist auf den Zusammenhang und die wechselseitige Verbindung von psychischen Prozessen und der Bewegung (Motorik) in der Entwicklung des Menschen hin. In der frühen Kindheit sind diese Prozesse besonders eng miteinander verknüpft.

Die Psychomotorik ist ein ganzheitliches Konzept zur Entwicklungsförderung. Sie sieht das Kind im Mittelpunkt des Denkens und Handelns und bietet vielfältige Möglichkeiten, Kinder in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Durch ihre entwicklungs- und kindgemäße Art der Bewegungserziehung stärkt sie die Kinder in ihren Fähigkeiten und ihrer emotionalen Entwicklung. Damit bietet die Psychomotorik einen ganzheitlichen Ansatz zur kindlichen Förderung, die Renate Zimmer als „Wundermittel mit Breitbandwirkung“ bezeichnet.

 

Das Kind drückt im Spiel und in der Bewegung sein inneres Bewegt-sein aus und zeigt uns sein emotionales Erleben. Im psychomotorischen Spiel werden die Kinder auf ihrem psychischen Reifungsprozess begleitet und unterstützt: vom körperlich-emotionalen Erleben, von Bewegung, Spiel und Lust am Handeln hin zu Lust an mehr geistigen Aktivitäten, hin zu Freude an Sprache und Denken. (Psychomotorische Praxis Aucouturier).                                              

Bewegung und Wahrnehmung

Unseren Körper und die Umwelt nehmen wir mit Hilfe unserer Sinnessysteme wahr. Wahrnehmung und Bewegung sind  zentrale Bestandteile und die Entfaltung kognitiver Fähigkeiten entwickelt sich durch ein Zusammenspiel. Neben Sehen, Riechen, Schmecken, Hören, Tasten ist z.B. der Gleichgewichtssinn zu nennen, der uns Informationen über die Lage unseres Körpers im Raum gibt. Die Sinneserfahrungen müssen geordnet und verarbeitet werden und dieses  kann nur durch das eigene Tun erlebt werden.   Durch die Wahrnehmung entsteht eine Vorstellung von der Welt. Lernprozesse vollziehen sich bei Kindern über Bewegung und Wahrnehmung.

Bewegung und Sprache

Sprache und Bewegung sind zwei wesentliche Bereiche in der Persönlichkeitsbildung und beeinflussen sich gegenseitig. Sie bilden eine Einheit. Wer lernt, sich über seinen Körper auszudrücken, ist auch später in der Lage, sich verbal anderen Menschen mitzuteilen. Das Sprechen-lernen erfolgt auf der Basis des Gehens und Greifens, wobei der Feinmotorik der Hände und Finger eine zentrale Bedeutung zukommt. Beide Bildungsbereiche beeinflussen sich wechselseitig. Dazu kommen die Kommunikation mit anderen Bezugspersonen und die Ausbildung der Denkfähigkeit. Bewegung bildet das Fundament für die gesprochene Sprache und somit die Handlungs- und Kommunikationsfähigkeit des Kindes.

Aufgrund dieser Erkenntnisse und durch Beobachtungen der Kinder haben wir uns entschieden, den Kindern eine „Bewegte Kinderwelt“ zu ermöglichen und den Schwerpunkt „Bewegung“ für unsere Kita gesetzt.

„bewegen- entdecken-wachsen“

Unser Selbstverständnis

Wir wollen den Kindern die vielfältigsten Bewegungsanlässe ermöglichen, damit sie zunehmend Vertrauen in den eigenen Körper gewinnen, mit Mut und Fantasie immer neue Bewegungsräume erforschen und somit wichtige Kompetenzen entwickeln. Daher setzen wir im Spielbereich der Kinder bewusst auf die Reduzierung von Technologie und wollen stattdessen Freiraum für Kreativität und Aktivität, ganz nach den Bedürfnissen und dem Tempo des Kindes bieten.

Im bewegten, freien Spiel können uns die Kinder ihre innere Welt zeigen, ihre Emotionen (Freude, Ängste) zum Ausdruck bringen und dadurch positive Erfahrungen sammeln.

Zum Grundrhythmus des Lebens gehört das Wechselspiel aus Aktivität und Erholung. Durch sanfte Bewegungen, Ruheräume, Entspannungsgeschichten und Fantasiereisen werden zusätzliche Körpererfahrungen ermöglicht. Somit lernt das Kind eine Balance zwischen Spannung und Entspannung, Aktion und Ruhe für sich zu finden.

Frei-Räume

Unser Angebot im Bewegungs-und Wahrnehmungsbereich

Wir achten darauf, dass Angebote freiwillig, selbstbestimmt und mit Lust und Freude genutzt werden.

In unseren Innenräumen

  • Kindern soweit wie möglich selbstbestimmtes, freies Spiel ermöglichen
  • Gruppenräume, die Bewegungserfahrungen ermöglichen
  • Flexible Raumgestaltung (Tische und Stühle können verändert werden)
  • Spieltische in unterschiedlichen Höhen und mit verschiedensten Materialien
  • Nebenräume mit Matratzen, Kissen oder Decken
  • Tägliche Turnhallennutzung im Freispiel, Klettermöglichkeiten
  • Bewegungslandschaften, die von/mit  den Kindern im freien Spiel aufgebaut werden
  • Wechselnde Bereitstellung von unterschiedlichen Materialien, die von den Kindern individuell genutzt werden können: Teppichfliesen, Kartons, Luftballons, Bierdeckel….
  • Roll und Wackelbretter
  • Nutzung von Fahrzeugen wie Rollbretter, Racer, die sich durch das abwechselnde Drücken der Füße fortbewegen
  • Eine große Spiel und Bewegungslandschaft im Flurbereich
  • Große Auswahl von Musik und Rhythmik Instrumenten
  • Tanz und Rhythmik Angebote im Alltag

Unser bewegungsfreundliches Außengelände

Das große, naturnahe Außengelände mit altem Baumbestand ist jederzeit zugänglich und bietet vielfältige Angebote:

  • unterschiedliche Bodenuntergründe: Sand, Rasen, Rinde, Steine, Laub
  • einen Barfuß Parcour
  • den Sand-Wasser-Matschbereich mit Wasserpumpe,
  • eine Vogelnestschaukel
  • eine Doppelschaukel,
  • Sitzfelsen als Treffpunkt
  • ein Holzspielhaus für Rollenspiele in der Natur
  • unterschiedlich hohe und bepflanzte Rasenhügel
  • Abenteuergänge durch Büsche zum Versteckspiel und Budenbauen
  • Möglichkeiten zum Rutschen
  • Trampolin (in der warmen Jahreszeit)
  • Eine Fahrstrecke eingegrenzt von Rasenhügel und Hecken mit vielen Fahrzeugen
  • Rasenfläche mit Fußballtor
  • Kletterbäume
  • Slackline - balancieren zwischen zwei Bäumen
  • Einen Kräuter und Gemüsegarten

Weitere Angebote

  • Entspannung– und Fantasiegeschichten
  • Spaziergänge (auch mit den Senioren vom Alfred Delp Haus)  im Park und Umgebung
  • Waldwoche im letzten Kitajahr
  • Bewegungsfeste/Kinderolympiade
  • Zusammenarbeit mit dem Wacker Sportverein
  • Nutzung des Sportplatzes vom Wacker Sportverein in direkter Nachbarschaft
  • Nutzung der großen Turnhalle der Sekundarschule zu besonderen Aktionen
  • Elternabende und -nachmittage zu bewegungsspezifischen Themen

 

Quellen und weiterführende Literatur

  • Bernard Aucouturier: „Der Ansatz Aucouturier: Handlungsfantasmen und psychomotorische Praxis“, Projekta Verlag 2006
  • Renate Zimmer: „Handbuch der Psychomotorik: Theorie und Praxis der psychomotorischen Förderung“, Herder 2012
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