Wallfahrt Kevelaer

Eine schöne Tradition seit vielen Jahrzehnten ist die Fußwallfahrt von Dinslaken nach Kevelaer. Am dritten Samstag im September wallfahren viele Christen aus Dinslaken und Umgebung betend, singend, besinnend und gute Gespräche führend zu Maria – Trösterin der Betrübten.

 

 

 

 

 

 

Nachfolgend informieren wir Sie über

Aktuelles

Vom Vorjahr

Gedanken zur Wallfahrt

Wallfahrtsgeschichte „Dinslaken – Kevelaer“

Wallfahrtsort Kevelaer

 

Aktuelles
 

Mit Maria Gottes Wort leben-
- so lautete das Motto der diesjährigen Wallfahrtszeit. Für viele ist es in unserer Zeit unvorstellbar, sich auf eine Wallfahrt einzulassen: 45 km zu Fuß? Das braucht nicht nur viel Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten sondern auch zu den Mitpilgern und zu Gott.
Dabei war diese Wallfahrt eine ganz besondere:
Die Wallfahrt nach Kevelaer feierte ihr 375jähriges Bestehen, die Dinslakener Wallfahrt besteht seid 75 Jahren und unser Pastor Gregor Kauling verlässt unsere Gemeinde in diesem Jahr und wird Leiter der Wallfahrt in Kevelaer.

Auch bei der 75. Wallfahrt trafen sich die Pilger, wie in jedem Jahr, morgens um 5.00 Uhr zum Pilgergottesdienst in der Pfarrkirche St. Vincentius. Darunter waren auch wieder zahlreiche Jugendliche.
Nach der von Pastor Kauling gehaltenen Messe ging es zu einem kurzen Frühstück in das Johannahaus. Hier wurden noch die letzten Anmeldungen entgegengenommen, Lautsprecher, Warnwesten und die Pilgerfahne verteilt und dann machten sich die Pilger auf den fast 45 km langen Weg nach Kevelaer.
Auf dem ersten Stück bis zur Rheinfähre in Orsoy war es noch dunkel, einige Pilger trugen Warnwesten und Lampen, damit der Pilgerzug von Autos gesehen wurde.
Ab der Fähre wurde es dann allmählich hell und die Sonne kam heraus.
Es wurde ein wunderschöner Tag zum Pilgern mit Sonnenschein und nicht zu hohen Temperaturen.
In diesem Jahr waren viele Pilger zum ersten Mal dabei, sie wurden schnell in die Gemeinschaft aufgenommen, und spätestens in Rheinberg war man schon per „Du“.
Wer den Weg schon öfter gemacht hatte, freute sich „alte“ Gesichter wieder zu sehen und zu erfahren, wie es dem Mitpilger im letzten Jahr ergangen war.
Zur Mittagspause in Bönninghardt kamen noch weitere Pilger zur Gruppe, so dass am Abend 125 Pilger in Kevelaer einzogen.
Nach einem kurzen Gebet an der Gnadenkapelle ließen die Pilger Ballons steigen, an die sie vorher ihre Wünsche und Bitten gehängt hatten. Es war ein unvergesslicher Anblick, als alle Luftballons in den Himmel über der Kapelle aufstiegen. Danach bezogen die Pilger, die in Kevelaer übernachteten, ihre Quartiere, die anderen machten sich wieder auf den Heimweg.
Am Abend trafen sich dann noch alle Pilger, die in Kevelaer übernachteten im Restaurant „Zum goldenen Apfel“, um den Abend bei einem gemeinsamen Essen ausklingen zu lassen.
Am nächsten Mittag trafen sich die Pilger gut ausgeruht zum gemeinsamen Kreuzweg.
Dabei waren auch die Radpilger, die sich an diesem Morgen schon früh auf den Weg gemacht hatten, und viele weitere, die mit dem Bus oder mit dem Auto nach Kevelaer kamen.
Die Buspilger wurden von Pastor Kalscheur begleitet, der auch den Kreuzweg mit uns betete.
Dazu kamen noch zahlreiche Besucher aus den Pfarreien Dinslakens, so dass sich insgesamt fast 200 Gläubige auf den Kreuzweg machten.
Der Kreuzweg wurde in der ehemaligen Klosterkirche der Clemensschwestern von einer feierlichen Messe unterbrochen.
Die Messe wurde musikalisch von einem Chor, der sich extra zu diesem Anlass zusammengefunden hatte, gestaltet. Vielen Dank an dieser Stelle für die hervorragende Gestaltung der Messfeier.
In der Messe wurden die Jubilare Sabine Schenzer für ihre 25. und Bernhard Boscheinen für seine 60. Teilnahme geehrt.
Nach dem Kreuzweg ging es wieder zurück zur Gnadenkapelle, dort wurden die Radpilger und alle anderen verabschiedet, die sich wieder auf den Heimweg machen mussten.
Am Montag machten sich 45 Personen wieder zu Fuß auf den Heimweg. Um 19.00 Uhr wurden sie schließlich von zahlreichen Freunden und Bekannten an den „Drei Kreuzen" in Empfang genommen und zur Kirche St. Vincentius begleitet. Nach einem kurzen Dankgebet und einem feierlichen Segen hieß es Abschied nehmen von alten Bekannten und neuen Freunden, nicht jedoch ohne das feierliche Versprechen: „ Bis nächstes Jahr! “

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei den vielen Helfern bedanken, ohne die diese Wallfahrt so nicht möglich gewesen wäre, den 1. Hilfe Kräften, den Fahrern, den Verkehrssicherungskräften …
Ganz besonders aber, möchten wir uns bei Pastor Kauling bedanken, der in seiner Zeit bei uns in St. Vincentius nicht nur jede Wallfahrt begeleitet, sondern sie durch seine menschliche Art und sein wirkliches Mit-Gehen bereichert hat. Wir werden ihn sehr vermissen und wünschen ihm Gottes Segen für sein Wirken in Kevelaer.

Alle, die die vielen Bilder von der Wallfahrt sehen möchten, die ihre Mitpilger wieder sehen wollen, oder die mehr von der Wallfahrt erfahren möchten sind am Mittwoch, 18.10.2017 um 19.30 Uhr in das Johannahaus eingeladen.

Im nächsten Jahr findet unsere Wallfahrt zum 76. Mal statt und zwar vom 15.09. bis zum 17.09.2018.

Jörg Delere
 

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Wallfahrt 2015: Kevelaer-Pilger schöpfen Vertrauen

Die Wallfahrer sind aus der Marienstadt zurück. Sie legten fast 90 Kilometer zu Fuß zurück.

"Habt Vertrauen - Fürchtet Euch nicht"(Mt. 14,27) - so lautete das Motto der diesjährigen Wallfahrtszeit.

Für viele ist es in unserer Zeit unvorstellbar, sich auf eine Wallfahrt nach Kevelaer einzulassen: 45 Kilometer zu Fuß? Da braucht es nicht nur viel Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, sondern auch zu den Mitpilgern und zu Gott.
Bei der 73. Dinslakener Wallfahrt trafen sich über 80 Pilger morgens um 5 Uhr zum Gottesdienst in der Pfarrkirche Sankt Vincentius. Darunter waren auch wieder zahlreiche Jugendliche, die vom Jugendseelsorger, Kaplan Bernd Holtkamp, für die Wallfahrt gewonnen werden konnten. In der Messe wurde die Pilgerkerze gesegnet, dann ging es zum Frühstück ins Johannahaus. Hier wurden letzte Anmeldungen entgegen genommen, Lautsprecher, Warnwesten und die Pilgerfahne verteilt - dann machten sich die Pilger auf den fast 45 Kilometer langen Weg.
Auf dem ersten Stück bis zur Rheinfähre in Orsoy war es noch dunkel. Die Pilger wurden von einem leichten Nieselregen begleitet, der ihnen die gute Stimmung aber nicht vermiesen konnte. Zahlreiche Leihschirme wurden von den Begleitfahrzeugen verteilt. Ab Kapellen verzogen sich die Wolken und das letzte Stück nach Kevelaer wurde bei strahlendem Sonnenschein zurückgelegt.
Wer erstmals dabei war, wurde schnell in die Gemeinschaft aufgenommen, spätestens in Rheinberg war man per "Du". Wer den Weg öfter gemacht hatte, freute sich, alte Bekannte wiederzusehen. Während des Weges stießen in Bönninghardt und in Kapellen weitere Pilger zur Gruppe, so dass am Abend 105 Pilger in Kevelaer einzogen.
Nach einem Gebet an der Gnadenkapelle bezogen die Pilger, die in Kevelaer übernachteten, ihre Quartiere. Am Abend sahen sich alle im Restaurant "Hollandia", um den Abend bei einem gemeinsamen Essen ausklingen zu lassen.
Am nächsten Mittag trafen sich die Pilger gut ausgeruht zum gemeinsamen Kreuzweg. Mit dabei waren auch die 15 Radpilger mit Pastor Bartholomäus Kalscheur aus Dinslaken, die sich an diesem Morgen schon früh auf den Weg gemacht hatten, sowie zahlreiche Besucher aus der Gemeinde.
Der Kreuzweg wurde in der ehemaligen Klosterkirche der Clemensschwestern von einer feierlichen Messe unterbrochen. Diese wurde musikalisch vom Kirchenchor "Voices of Harmony" aus der Gemeinde Heilig Geist unter der Leitung von Stella Seitz gestaltet. Beim Schlusslied "Gegrüßet seist Du Königin" aus dem Musical "Sister Act" klatschten alle begeistert mit. In der Messe wurden die Jubilare Maria Krinn und Reimund Ritt für ihre 25. und Marianne Brands für die 45. Teilnahme geehrt. Nach dem Kreuzweg ging es zurück zur Gnadenkapelle, dort wurden die Radpilger und alle verabschiedet, die wieder nach Hause fuhren. Am Montag machten sich 31 Menschen auf den Heimweg. Um 19 Uhr wurden sie von Freunden und Bekannten an den "Drei Kreuzen" empfangen und zur Kirche Sankt Vincentius begleitet. Nach Dankgebet und Segen hieß es Abschied nehmen von alten Bekannten und neuen Freunden, jedoch nicht ohne das feierliche Versprechen: "Bis nächstes Jahr!" Die 74. Wallfahrt findet vom 17. bis 19. September 2016 statt.

Nachtreffen: Mittwoch, 28. Oktober, um 19.30 Uhr, Johannahaus

Quelle: RP

 

Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land

"Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land" (Gotteslob Nr.478) – so lautete das Motto der diesjährigen Wallfahrtszeit. Die Zeile dieses Kirchenliedes wurde anlässlich der 150-jährigen Weihe der Marien-Basilika gewählt. Schon ab Wetten können die Pilger den hohen Kirchturm und damit das Ziel ihrer Wallfahrt sehen. Dann beim Einzug über die Hauptstraße hat man die Basilika klar vor Augen und viele bekommen eine „Gänsehaut“ bei der Ansicht der zum Himmel strebenden Kirche.

Bei der 72. Dinslakener Wallfahrt trafen sich über 90 Pilger morgens um 5.00 Uhr zum Pilgergottesdienst in der Pfarrkirche St. Vincentius trafen. Darunter waren auch wieder zahlreiche Jugendliche, die von unseren Jugendseelsorgern Bernd Holtkamp und Matthias Clessiene für die Wallfahrt gewonnen werden konnten.
In der von Pastor Kauling gehaltenen Messe wurde die Pilgerkerze gesegnet, dann ging es zu einem kurzen Frühstück in das Johannhaus. Hier wurden noch die letzten Anmeldungen entgegengenommen, Lautsprecher, Warnwesten und die Pilgerfahne verteilt und dann machten sich die Pilger auf den fast 45 km langen Weg nach Kevelaer.
Auf dem ersten Stück bis zur Rheinfähre in Orsoy war es noch dunkel, dann wurde es allmählich hell.
Auf dem Weg nach Rheinberg zu wurden die Wolken immer dichter, Blitze waren am Himmel zu sehen und kurz vor Rheinberg wurde die Gruppe von einem kräftigen Regenguss ziemlich durchnässt.
Währende der Pause wurden die nassen Sachen gewechselt das Wetter klarte auf und der weitere Weg wurde bei zum teil strahlendem Sonnenschein zurückgelegt.
Auf dem langen Weg, der von weiteren Pausen in Bönninghardt und Kapellen unterbrochen wurde, wurde gebetet, gesungen, erzählt und gelacht.
In Bönninghardt wurde Hanns-Gregor Nissing für seine 30-malige Teilnahme geehrt.
Wer zum ersten Mal dabei war, wurde schnell in die Gemeinschaft aufgenommen, und spätestens in Rheinberg war man schon per „Du“.
Wer den Weg schon öfter gemacht hatte, freuten sich „alte“ Gesichter wieder zu sehen.
Während des Weges kamen in Bönninghardt und in Kapellen weitere Pilger zur Gruppe, so dass am Abend 118 Pilger in Kevelaer einzogen.
Nach einem kurzen Gebet an der Gnadenkapelle bezogen die Pilger, die in Kevelaer übernachteten, ihre Quartiere.
Leider wurde der Abschied von einem erneuten starken Regenguss gestört und alle mussten sich sehr beeilen, ihre Quartiere oder ihre Autos zu erreichen.
Am Abend trafen sich dann noch alle Pilger im „Weißen Kreuz“, um den Abend bei einem gemeinsamen Essen ausklingen zu lassen.
Am nächsten Mittag trafen sich die Pilger gut ausgeruht zum gemeinsamen Kreuzweg. Dabei waren auch die 15 Radpilger mit Pastor Kalscheur aus Dinslaken, die sich an diesem Morgen schon früh auf den Weg gemacht hatten, und zahlreiche Besucher aus der Gemeinde.
Der Kreuzweg wurde in der ehemaligen Klosterkirche der Clemensschwestern von einer feierlichen Messe unterbrochen.
Die Messe wurde musikalisch vom Kirchenchor Hl. Blut unter der Leitung von Paul Beszynski und von der Jugendband Crossover Hl. Geist unter der Leitung von Stella Seitz und Michael Lex gestaltet.
In der Messe wurden die Jubilare Christian Weiß und Christel Drost für ihre 25. und Margret Brauers für ihre 40. Teilnahme geehrt.
Nach dem Kreuzweg ging es wieder zurück zur Gnadenkapelle, dort wurden die Radpilger und alle anderen verabschiedet, die sich wieder auf den Heimweg machen mussten.
Am Montag machten sich von 35 Personen wieder auf den Heimweg. Um 19.00 Uhr wurden sie schließlich von zahlreichen Freunden und Bekannten an den „Drei Kreuzen in Empfang genommen und zur Kirche St. Vincentius begleitet. Nach einem kurzen Dankgebet und einem feierlichen Segen hieß es Abschied nehmen von alten Bekannten und neuen Freunden, nicht jedoch ohne das feierliche Versprechen: „ Bis nächstes Jahr! “

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei den vielen Helfern bedanken, ohne die diese Wallfahrt so nicht möglich gewesen wäre, den 1. Hilfe Kräften, den Fahrern, den Verkehrssicherungskräften ….

Alle die die vielen Bilder von der Wallfahrt sehen möchten, die ihre Mitpilger wieder treffen möchte, oder die mehr von der Wallfahrt erfahren möchten sind am Mittwoch, 29.10.2014 um 19.30 Uhr in das Johannahaus eingeladen.

Im nächsten Jahr findet unsere Wallfahrt zum 73. Mal statt und zwar 19.09. bis zum 21.09.2015.

Jörg Delere

Eine Diaschau mit Fotos der diesjährigen Kevelaerwallfahrt finden Sie hier:

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71. Fußwallfahrt Dinslaken - Kevelaer

"Denn als Glaubende gehen wir unseren Weg"

Als Glaubende gehen wir unseren Weg, nicht als Schauende“ (2 Kor. 5, 7)" - so schreibt der Apostel Paulus. – Ein Wort, das uns sagt, dass wir, solange wir auf dieser Erde leben, Menschen auf dem Weg sind. „Pilger sind wir Menschen“, so beginnt ein neueres geistliches Lied. Das Unterwegs-Sein charakterisiert unser Leben. „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern wir suchen die zukünftige“ – heißt es im Hebräerbrief (13, 14). Und der erste Name, der denen, die Jesus nachfolgten, gegeben wurde, lautet: „Die vom neuen Weg“ (Apg. 9.2).

Unter diesem Thema fand in diesem Jahr die 71. Wallfahrt der Dinslakener Pfarrgemeinden nach Kevelaer statt.

Trotz des eher schlechten Wetters war die Stimmung bei den rund 100 Pilgern gut, die sich morgens um 5.00 Uhr zum Pilgergottesdienst in der Pfarrkirche St. Vincentius trafen. Darunter waren auch wieder zahlreiche Jugendliche, die von unseren Jugendseelsorgern Lena Glenz, Bernd Holtkamp und Matthias Clessiene für die Wallfahrt gewonnen werden konnten.

In der von Pastor Kauling gehaltenen Messe wurde die Pilgerkerze gesegnet, dann ging es zu einem kurzen Frühstück in das Johannhaus. Hier wurden noch die letzten Anmeldungen entgegengenommen, Lautsprecher, Warnwesten und die Pilgerfahne verteilt und dann machten sich die Pilger auf den fast 45 km langen Weg nach Kevelaer.

Auf dem ersten Stück bis zur Rheinfähre in Orsoy war es noch dunkel, dann wurde es allmählich hell. Auf dem langen Weg, der von Pausen in Rheinberg, Bönninghardt und Kapellen unterbrochen wurde, wurde gebetet, gesungen, erzählt und gelacht. Zumal das Wetter dann ab der Mittagspause auch noch aufklarte, und sogar die Sonne am Himmel zu sehen war.

Wer zum ersten Mal dabei war, wurde schnell in die Gemeinschaft aufgenommen, und spätestens in Rheinberg war man schon per „Du“. Wer den Weg schon öfter gemacht hatte, freuten sich „alte“ Gesichter wieder zu sehen.

Während des Weges kamen in Bönninghardt und in Kapellen weitere Pilger zur Gruppe, so dass am Abend 126 Pilger in Kevelaer einzogen.

Nach einem kurzen Gebet an der Gnadenkapelle bezogen die Pilger, die in Kevelaer übernachteten, ihre Quartiere. Am Abend trafen sich dann noch alle Pilger im „Weißen Kreuz“, um den Abend bei einem gemeinsamen Essen ausklingen zu lassen.

Am nächsten Mittag trafen sich die Pilger gut ausgeruht zum gemeinsamen Kreuzweg. Dabei waren auch die 18 Radpilger mit Pastor Kalscheur aus Dinslaken, die sich an diesem Morgen schon früh auf den Weg gemacht hatten, und zahlreiche Besucher aus der Gemeinde.

Der Kreuzweg wurde in der ehemaligen Klosterkirche der Clemensschwestern von einer feierlichen Messe unterbrochen.

Die Messe wurde musikalisch vom Kirchenchor Hl. Blut unter der Leitung von Paul Beszynski und von der Jugendband Crossover Hl. Geist unter der Leitung von Stella Seitz und Michael Lex gestaltet.

In der Messe wurden die Jubilare Marie-Luise Thiemeier für ihren 25. Rosemarie Pester für ihre 30, Theo Brosthaus, Johannes und Viktor Boscheinen für ihre 35. Teilnahme geehrt.

Nach dem Kreuzweg ging es wieder zurück zur Gnadenkapelle. Dort wurden die Radpilger und alle anderen verabschiedet, die sich wieder auf den Heimweg machen mussten.

Am Montag machte sich eine Schar von 52 Personen wieder auf den Heimweg. Um 19.00 Uhr wurden sie schließlich von zahlreichen Freunden und Bekannten an den „Drei Kreuzen in Empfang genommen und zur Kirche St. Vincentius begleitet. Nach einem kurzen Dankgebet und einem feierlichen Segen hieß es Abschied nehmen von alten Bekannten und neuen Freunden, nicht jedoch ohne das feierliche Versprechen: „ Bis nächstes Jahr! “

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei den vielen Helfern bedanken, ohne die diese Wallfahrt so nicht möglich gewesen wäre, den 1. Hilfe Kräften, den Fahrern, den Verkehrssicherungskräften, ….

Jörg Delere

 

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Gedanken zur Wallfahrt

Wer wallfahrtet, geht für seinen Glauben auf die Straße. Und wer vom Straßenrand zuschaut, merkt: Da lassen sich welche ihren Glauben etwas wert sein. Die tragen ein Kreuz mit sich keine Parolen.

Wallfahrten: Besinnung und Gebet, Erfahrung von lebendiger Kirche, Erfahrung von Pilgerschaft, von Unterwegssein und Einstehen für unsere Hoffnung, dass wir am Ende unseres Lebensweges "nach Hause kommen".

Wallfahrten und die Wallfahrtsorte können ein Vorgeschmack für dieses "Nach-Hause-Kommen" sein: Nach langem Weg, vielen Anstrengungen, mit Durst und Hunger endlich ankommen und ausruhen. Aber auch innerlich geöffnet, geöffnet für Gott.

Wallfahrtsorte können Orte und Oasen sein, an denen Gott den Menschen besonders nahe ist, "Biotope" des Glaubens, an denen sich Menschen verändern.

Der klassische Wallfahrer geht zu Fuß. Er setzt sich Sonne und Regen aus, bevorzugt abgelegene Wege und kommt doch um die verkehrsreichsten Straßen nicht herum. Er ist unterwegs in einer Gruppe Gleichgesinnter. In dieser Gemeinschaft stützt man sich gegenseitig und kommt miteinander ans Ziel.

Darin ist die Wallfahrt ein Bild der Kirche. Diese Erfahrung macht Mut. Macht Mut, sich als Wanderer zwischen zwei Welten zu verstehen: heute und Ewigkeit gehören zusammen wie Blüte und Frucht.

Wallfahrer theoretisieren nicht. Sie tun Konkretes. Dazu gehört: frühes Aufstehen, Verzicht auf Bequemlichkeit und Angenehmes und oft Blasen an den Füßen. Aber auch die Erfahrung: Ich werde mitgenommen, oder ich nehme andere mit. Das ist Grund genug, aufzubrechen und loszugehen. Zu einem Ort, der unspektakulär ist nach den Maßstäben dieser Welt; zu einem Ort abseits der selbsternannten Zentren dieser Welt.

Wallfahrer brechen auf, gehen los, um zu erleben, wie konkret, wie körperlich und zugleich geistig Glaube ist. Sie erleben, was wir nur noch selten erfahren: Glauben ist zum Greifen nah.

Wer mitgeht, erlebt: Andere beten so wie ich. Er spürt: Kirche, das bin auch ich. Gott ist keine einfache Formel, für niemanden. Auch andere Pilger suchen, fragen, brechen auf, beginnen neu.

Wer mit unterwegs ist, erlebt: mein Beten kann spontan sein und phantasievoll. Jetzt, unterwegs ist eine besonders gute Zeit fürs Gebet.

Josef Heigl

 

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Wallfahrtsgeschichte "Dinslaken - Kevelaer"

 

Fußpilger im Jahr 1955Seit 1942 gibt es die Fußwallfahrt von Dinslaken nach Kevelaer. Aus dem Pfarrarchiv von St. Vincentius und anderen Quellen geht hervor, daß bereits im 18. Jahrhundert alljährlich eine Fußprozession nach Kevelaer zog. In welchem Jahr die erste Fußprozession war und über die Zeitdauer läßt sich leider nichts mehr feststellen.

 

In den Wirren des zweiten Weltkriegs ist die Dinslakener Fußwallfahrt vom damaligen Pfarrer von St. Vincentius, Jakob Baers, wieder ins Bewusstsein gerufen und 1942 neu belebt worden. Wegen der kriegerischen Ereignisse am Niederrhein konnte die Fußprozession 1944 nicht stattfinden. (Das Bild zeigt die Lohberger Wallfahrt im Jahre 1955)

An der zunächst von der Pfarrgemeinde St. Vincentius ausgehenden Wallfahrt beteiligen sich zwischenzeitlich Gläubige aus dem ganzen Stadtgebiet Dinslaken und darüber hinaus. Jahr für Jahr sind es inzwischen um die 100 Pilger, die sich zu Fuß von Dinslaken auf den fast 50 Kilometer langen Weg machen. Es beteiligen sich alle Altersgruppen. Davon sind etwa ein Drittel junge Menschen. Etliche ältere Fußpilger sind schon viele Jahre bzw. Jahrzehnte dabei.

 

Sie treffen sich am Samstag um 5.00 Uhr zur Pilgermesse in der St. Vincentius-Kirche. Nach dem Frühstück ist um 6.00 Uhr Abmarsch. Über Walsum, Orsoy, Rheinberg, Alpen, Bönninghardt, Kapellen, Wetten erreichen sie gegen 18.00 Uhr den Wallfahrtsort Kevelaer.

 

 

Die Prozession, angeführt vom Pastor mit Messdienern, Kreuz, Fahne und Pilgerkerze zieht über die Hauptstraße zur Gnadenkapelle. Der anstrengende Tag endet mit einem Dankgebet am Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“.

 

 

 

 

2007 ist eine Fahrradgruppe dazu gestoßen, die ebenfalls am Samstag nach Kevelaer startet. Sie stoppt unterwegs immer wieder zu Gebet und Besinnung und trifft in den Pausen auf die Fußpilger.

 

 

 

Am Sonntagmorgen macht sich noch eine zweite Fahrradgruppe auf den Weg nach Kevelaer. Bereits seit 1978 besteht diese Tradition der Radwallfahrt neben der Fußwallfahrt.

Neben den Fuß- und Radpilgern kommen am Sonntag zusätzlich noch einige Dutzende weitere Gläubige per Auto nach Kevelaer. Sie alle versammeln sich mittags am Kapellenplatz, um von dort aus den großen Kreuzweg betend und betrachtend zu gehen. In der ehemaligen Klosterkirche der Clemensschwestern wird die Pilgermesse gefeiert. Musikalisch wird sie mitgestaltet von einer Instrumentalgruppe jugendlicher Fußpilger und/oder einem der Chöre unserer Pfarrei.

Eine große Anzahl der Fußpilger und die Gruppe der 3-tägigen Radpilger bleibt eine zweite Nacht in Kevelaer. Für sie beginnt der Montag mit der Hl. Messe um 6.00 Uhr. Nach dem Frühstück machen sich die Gruppen auf den nicht weniger anstrengenden Rückweg. Am Abend (ca. 19.00 Uhr) werden sie eingangs der Dinslakener Innenstadt von der Gemeinde empfangen und in feierlicher Prozession unter Glockengeläut zur St. Vincentius-Kirche geleitet, wo die Wallfahrt mit einer Dankandacht endet.

 

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Wallfahrtsort Kevelaer

 

Kevelaer ist mit rund eine Million Pilgern der größte Wallfahrtsort im Nordwesten Europas. Das Ziel der Pilger ist die Gnadenkapelle, in der das Marienbild „Trösterin der Betrübten“ aufbewahrt wird. Umgeben von der Basilika, der Kerzenkapelle, Forum Pax Christi, Petrus-Canisius-Haus und dem Priesterhaus ist sie der Mittelpunkt auf dem Kapellenplatz. Neben den großen Pilgergottesdiensten in der Basilika bieten die Sakraments- und Beichtkapelle die Gelegenheit zum Gebet und zur stillen Einkehr. Zum Wallfahrtstag gehören ebenfalls der Gang des Kreuzweges. Er ist parkartig angelegt und die eindrucksvollen Stationen führen hin zur Betrachtung der Geheimnisse des Lebens und Sterbens Christi.

Die aktuellsten Informationen der Wallfahrtsleitung Kevelaer finden Sie auf ihrer Homepage www.wallfahrt-kevelaer.de

 

Entstehung der Wallfahrt

 

Hendrick Busman – ein einfacher Kaufmann – betete auf seinem täglichen Weg zwischen Weeze und Geldern vor einem Hagelkreuz. Dies stand an der Weggabelung in Höhe von Kevelaer. Zur Weihnachtszeit im Jahre 1641 hörte er dabei den Ruf: „Op deze plaats sult gij mij een kapelleken bouwen!“  („An dieser Stelle sollst Du mir ein Kapellchen bauen.“). Zunächst schenkte er dem Ruf keine Beachtung. Einige Tage später hörte er an gleicher Stelle wieder deutlich diese Worte. Er fing an von seinem spärlichen Einkommen etwas zur Seite zu legen.

 

 

 

Einen Monat vor Pfingsten hatte seine Frau Mechel eine Erscheinung in der Nacht. Sie sah in großem glänzenden Licht ein Heiligenhäuschen und ein Bild. Dieses Bild hatte sie zuvor von zwei Soldaten zum Kauf angeboten bekommen. Der geforderte Preis war jedoch zu hoch, so dass sie das Angebot abgelehnt hatte. Sie machte sich nun auf die Suche und konnte das Bild von einem aus der Gefangenschaft zurückgekehrten Leutnant bekommen. Das Bild zeigt „Unsere Lieben Frau von Luxemburg“.

Zunächst wurde das Bild in Geldern aufbewahrt und verehrt. Am letzten Samstag im Mai 1642 wurde es vom damaligen Kevelaerer Pastor in das inzwischen von Hendrick Busman erstellte Heiligenhäuschen gebracht. So zogen nun die Menschen aus Geldern und den umliegenden Ortschaften zur Verehrung zum Heiligenhäuschen. Ebenfalls geschahen in dieser Zeit Wunder, die auch aufgezeichnet wurden.

Die Synode zu Venlo als kirchliche Prüfungsinstanz protokollierte die Aussage von Hendrick Busman im Jahre 1647. Hendrick Busman und seine Frau Mechel leisteten einen Schwur zur Richtigkeit ihrer Aussage. „... Ich sage dieses aus zur Vermehrung der Ehre Gottes und seiner allerheiligsten Mutter und Jungfrau. ...“ Mit einer Inschrift im Sockel des Bildstocks besiegelten sie das Zeugnis ihres Glaubens. Daraus entwickelte sich die kirchliche Anerkennung der Kevelaer-Wallfahrt.

 

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