Texte und Bilder zusammengestellt von Markus Gehling

Ab 1907

Bereits vor dem Abteufen der Schächte des geplanten Bergwerks wurde ab 1907 in der freien Landschaft mit dem Bau von Arbeiterwohnungen begonnen. Vor einigen Jahren entdeckte Pläne zeigen, dass die Siedlung ursprünglich mindestens doppelt so groß geplant war. Nach einem gut durchdachten System entstanden komfortable Wohnungen für Arbeiter, Angestellte und Beamte.

Die isolierte Lage der Kolonie” machte es notwendig, Kultur und Versorgungseinrichtungen zu planen, wie z.B. das Ledigenheim, den Konsum-Laden, Schulen, Kindergarten und eben auch Kirchen. Das Neubauamt der ,,Gewerkschaft Deutscher Kaiser” stellte sich damals die Kath. Kirche für Lohberg so vor.

ST 2 Zeichng Kirche

Es gab auch ein entsprechendes Modell:

Geplant war ein ganzer Kirchenbezirk mit Häusern, Schwesternhaus, Vereinsheim/ Jugendheim, Schule und manchem mehr.

Im Kriegsausbruch 1914 und den dann folgenden Krisen dürfte der Grund liegen, warum diese Kirche nie gebaut wurde.

Der ursprüngliche Entwurf der Marienkirche.

Ostern 1913

Die Schulkinder mussten Tag für Tag den weiten Weg zur katholischen Bergschule an der Ecke Dicker- / Büngelerstr. (heute Kindergarten) gehen.
Die Schule war bald überlastet. Noch von Oberlohberg aus kümmerte sich Pfarrrektor Albert Nienhaus, der gleichzeitig Ortsschulinspektor war, um eine Lösung.

Der weite Weg war dabei sicher nicht das einzige Problem, das schnelles Handeln notwendig machte. Lohberg war ja keine gewachsene Siedlung, sondern ein Ortsteil, der binnen weniger Jahre auf dem Acker am Fuße des Lohbergs gebaut und bezogen wurde. Menschen aus allen Regionen Deutschlands und aus dem Ausland lebten nun mit ihren Familien hier. 1913 waren auf dem Bergwerk immerhin schon 496 Bergleute beschäftigt, ihre Zahl wuchs rasant an. Da ging es auch darum, soziale Strukturen zu schaffen und das Zusammenleben zu fordern.

Nach vielen Verhandlungen mit dem Hiesfelder Bürgermeisteramt wurde in Lohberg eine Schulbaracke errichtet. Sie konnte zu Ostern 1913 eröffnet werden und erhielt den Namen Marienschule. Das Foto oben stammt aus dem Jahre 1916 und zeigt das Kollegium der Schule gemeinsam mit Pfr. Nienhaus (vorne Mitte). Im Hintergrund erkennt man Frau I. Heitz, die der Schule und der Gemeinde noch lange erhalten blieb.

1921 wurde endlich das Gebäude der heutigen Gemeinschaftsgrundschule Lohberg an der Lohbergstrasse fertiggestellt. Das Foto stammt aus dem Jahre 1924 und zeigt das Kollegium auf dem Schulhof.

Der 23. April 1916

Jetzt musste eine Kirche für Lohberg her. Erste Pläne dafür lagen schon 1914 auf dem Tisch und in einem Gesuch an das zuständige Ministerium gab Albert Nienhaus eine Zahl von 1.500 Katholiken in Lohberg und 50 in Bruckhausen an. Der Ausbruch des l. Weltkrieges machte alle Planungen zunichte. So blieb „der pure Notstand für die Seelsorge” (Dittgen).

Im Jahre 1916 erhielt der Pfarrrektor die Erlaubnis, die neue Lohnhalle der Zeche für den katholischen Gottesdienst zu nutzen. Das ging natürlich nur an Sonn- und Feiertagen. Daher musste die Lohnhalle jeweils in der Frühe zwischen 6.00 und 7.30 Uhr für den Gottesdienst hergerichtet und nachmittags nach der Andacht wieder ausgeräumt werden. Das Bild entstand in der Weihnachtszeit wohl noch im Jahre 1916.

„Ostersonntag, der 23. April 1916 – ein denkwürdiger Tag. Zur größten Freude der katholischen Bevölkerung wurde an diesem Tage zum ersten Mal in Lohberg … das heilige Messopfer dargebracht. Um 10 Uhr war feierliches Hochamt, das den Höhepunkt der Festfeier bildete. 12 sangeskundige Männer … hatten sich einige Wochen vorher für einen … Kirchenchor zusammengefunden… Über 1.000 Personen waren zugegen. Nunmehr wurde in der Lohnhalle an den Sonn- und Feiertagen … Gottesdienst gehalten: um 8:00 Uhr Betsingmesse, 10:00 Uhr Hochamt und um ½ 3 Uhr Andacht. Hier wurden jetzt die Kinder getauft, die Ehen geschlossen. Beichte wurde gehört …” (Pfr. Nienhaus, Pfarrchronik)

Der 7. Mai 1916

7. Mai 1916
Nachdem eine Lösung für die sonntäglichen Gemeindegottesdienste gefunden war, machte sich Pfarrrektor Nienhaus daran, das Gemeindeleben zu organisieren und gründete im Wochenabstand jeweils einen Verein für die Männer, Frauen, Mädchen und Jungen der Gemeinde.

Am 14. Mai 1916 schlossen sich die Frauen im Frauen- und Mütterverein zusammen. Am 21. Mai gründete sich der Jünglingsverein und am 28. Mai die „Jungfrauen-Kongregation”. Mit Ausnahme der Frauengemeinschaft haben diese Vereine die Zeitläufe nicht überlebt. Erhalten haben sich als stummes Zeugnis eines lebendigen Vereinslebens einzig einige Vereinsfahnen. Im Laufe der Zeit folgten viele weitere Gruppen und Vereine, u.a. die DJK, die sich sportlichen Aktivitäten verschrieb und bis heute besteht.


Der 7. Mai 1916 war der Gründungstag des „Knappen- und Arbeitervereins St. Joseph”, der späteren KAB der Gemeinde.

Zitiert:
In all diesen Vereinen begann bald reges Leben zu blühen. Die Vereine stellten sich in besonderer Weise in den Dienst der Caritas. Durch Theateraufführungen, … deren Reinerlös den Hilfsbedürftigen zugute kam, konnte mancher Not abgeholfen werden, denn noch immer tobte der fürchterliche Krieg und rief allenthalben großes
Elend hervor.” (Pfr. Nienhaus/ Pfarrchronik)

Der 27. Oktober 1918

Albert Nienhaus ließ nicht locker. Die Lohnhalle war als Gottesdienstraum nur ein Provisorium. Im Jahre 1917 gelang es ihm, eine hochkarätig besetzte Konferenz im Kasino zusammenzurufen. Dort wurde der Bau einer Notkirche beschlossen. Die Gewerkschaft Lohberg stellte ein Grundstück hinter dem Kasino zur Verfügung.
Manche Schwierigkeiten waren noch zu überwinden, Genehmigungen einzuholen, Geld zu sammeln, bevor nach fünfmonatiger Bauzeit die hölzerne Notkirche im Oktober 1918 fertig war. Ihr Architekt war Hermann Merl aus Wesel.

Am Sonntag, 27. Oktober 1918 fand die feierliche Einweihung der Notkirche statt. Am Festgottesdienst, den Pfarrer Recker aus Dinslaken feierte, nahmen 1.252 Personen teil. Am Nachmittag gab es im Kasino eine Einweihungsfeier/ deren „Reingewinn zum Besten der Kirche” verwendet wurde. Für die Innenausstattung der Kirche sorgte ein Kirchbauverein.

Zitiert:

„Unser kleines Kirchlein ist nur ein braunes Bretterhaus, denn die Not hat’s hingestellt, und die Liebe schmückt es aus.
Dennoch haben wir es gern, wollen treulich zu ihm stehn;
auch im braunen Bretterhaus betet es sich still und schön.”

(Gedicht von Lehrer Waldemar Sturm)

Die Kirche war eine Holzbaracke mit einer Grundfläche von 40 x 30 m, sie bot Platz für rund 800 Personen. Unter der Orgelbühne befand sich ein Jugendheim. Größere Gemeindeveranstaltungen fanden noch für Jahrzehnte im Kasino, im Ledigenheim oder in Gaststätten statt.

Zwei Wochen nach der Weihe der Notkirche ging der Krieg zu Ende.

Der 28. Juli 1919

St. Marien wurde erwachsen. Erstmals seit der Reformation gab es nun in Dinslaken mehrere Pfarreien. Zwei ehemalige Pfarrbezirke von St. Vincentius wurden zu selbständigen Gemeinden. Am 28. Juli 1919 entstanden mit St. Marien in Lohberg und Herz-Jesu in Oberlohberg/ Hiesfeld zwei eigenständige neue Pfarren.

Damit konnten die Lohberger einen eigenen Kirchenvorstand und eine kirchliche Gemeindevertretung wählen und ihre Entscheidungen in die eigene Hand nehmen.

Am 12. September 1919 wurde Albert Nienhaus zum Pfarrer von St. Marien ernannt. Der am 31. August 1879 in Millingen geborene Priester empfing am 6. Juni 1903 die Priesterweihe. Nach Kaplansjahren in Uedem wurde er zunächst Pfarrrektor in Hiesfeld-Oberlohberg und ging dann nach Lohberg, wo er bis zu seinem Tode im Jahre 1968 tätig war und im gesegneten Alter von 89 Jahren verstarb.

Aus einem Festlied auf den neuen Pfarrer:

„Sehet Lohbergs Katholiken, wie sie freu’n sich allzumal! Kommt mit heitern Blicken zu der Freude Festessaal. Gilt es doch, den Tag zu feiern, als der Erste hier am Ort, einen Pfarrer einzuführen auf des Bischofs weises Wort. Albert Nienhaus ward erkoren für die hohe, heil’ge Pflicht. … „Lohberg” hat’s ihm angetan. Jeden Morgen in der Frühe zog er aus mit frohem Sinn, … Hier er gründete Vereine, streute aus der Tugend Saat. … Auf der Zeche in der Lohnhalle hat der Heiland treu gewacht. Und es droht der Liederschalle, als das Opfer dargebracht. Ein Jahr ist verflossen heute, seit die Notkirch’ wurd er-richt’; für des Lohbergs fromme Leute ….” (aus dem Festprogramm v. 26.10.1919)

Im Dezember wurde ein Kirchenvorstand aus acht Personen und eine Gemeindevertretung aus 24 Personen gewählt. Allesamt waren es Männer, zumeist Bergleute.

Der 28. März 1920

Nach dem Ende des l. Weltkrieges und der Flucht des deutschen Kaisers Wilhelm II. nach Holland, geriet die politische Situation im Reich aus den Fugen. Die Ereignisse, die später als „Märzunruhen” in die Geschichte eingingen, rückten Lohberg in den Brennpunkt der Ereignisse.

Die Jahre 1920 – 1923 werden in der Pfarrchronik als „die dunkelsten Jahre” in der Geschichte Lohbergs bezeichnet. Beginnend mit Streiks und Demonstrationszügen spitzte sich die politische Lage immer weiter zu.
Viele Lohberger hatten sich den Kommunisten zugewandt und kämpften in der sogenannten „Roten Armee”.

Die Unruhen erreichten die kath. Pfarrgemeinde. Am Passionssonntag musste der Gottesdienst wegen des Gewehrfeuers ausfallen. In der Nacht vom 22. auf den 23. März wurde der Direktor der Zeche Sebold ermordet. Auch Pfarrer Nienhaus sorgte sich um sein Leben, als am Nachmittag nach diesem Mord „Rotgardisten” das Pfarrhaus stürmten.

Das Foto in dieser Berliner Zeitung zeigte eine Szene aus Lohberg, vermutlich auf der Stollenstrasse

Dann kam der Palmsonntag, 28. März 1920. Kurz vor Beginn des Hochamtes stürmten bewaffnete Arbeiter der „Roten Armee“ die Kirche. Man verlangte, dass alle Männer an einem Demonstrationszug teilzunehmen hätten, was diese nach längerer Verhandlung auch taten. In der Kirche blieben die Frauen und Kinder zurück.

In der folgenden Karwoche wurden die Kämpfe immer schlimmer. Hauptquartier der „Aufständischen” war das Ledigenheim. Am Karfreitag besetzte die Reichswehr Lohberg. Neben anderen Unbeteiligten kam auch ein kath. Brautpaar durch einen Granate ums Leben. Während der brutalen Kämpfe und in der Folge nach ihrer Gefangennahme starben viele Mitglieder und Sympathisanten der Kommunisten Unter teils ungeklärten Umständen.

Der 10. März 1921

Trotz der unruhigen Zeiten nahm die Belegschaft der Zeche und damit die Zahl der Lohberger immer stärker zu. 3.800 Personen arbeiteten Anfang der 20er Jahre auf der Schachtanlage.

Die soziale Infrastruktur im Stadtteil musste weiter ausgebaut werden. Erst nach längerer Suche fand sich eine Ordensgemeinschaft, nämlich die Steyler Missionsschwestern, die bereit war, hier eine Niederlassung zu gründen. Die Ordensschwestern sahen in der besonderen Situation im Stadtteil auch eine Herausforderung für ihren missionarischen Orden.

Am 10. März kamen fünf Schwestern mit ihrer Oberin Sr. Itha in Lohberg an. Sie bezogen eine Zechenwohnung auf der Haldenstrasse als „Schwesternheim”. Gleichzeitig hatte die Gewerkschaft Lohberg schon eine Holzbaracke als Kindergarten und Nähschule zur Verfügung gestellt, das sogenannte „Marienheim”.

Hier wurde sogleich ein Kindergarten eingerichtet und eine Nähschule. Zeitweise waren elf Schwestern in Lohberg tätig, u.a. im Kindergarten, in der Sakristei, im Pfarrbüro, in der Nähschule und der ambulanten Krankenpflege. Die ursprünglich kleinere Baracke wurde 1937 erweitert.

Im Jahre 1925 wurden dort schon über hundert Kinder von den Schwestern betreut.
Die Tätigkeit der Schwestern prägte für lange Jahre das Gesicht der Pfarrgemeinde. Die Schwestern kümmerten sich um soziale Notlagen, organisierten Ferienfreizeiten, pflegten die alten und kranken Menschen, sprangen in den Familien ein, wenn es notwendig war, boten Exerzitien, Koch- und Nähkurse und manches mehr.

Nach 42 Jahren in Lohberg ging die Geschichte der Lohberger Niederlassung der „Dienerinnen des Hl. Geistes” am 9. Oktober 1963 zu Ende, da der Orden verstärkt in den Missionsgebieten arbeiten und die Schwestern in alle Welt entsenden wollte.

Der 8. November 1923

Am 11. Januar 1923 besetzten belgische Truppen die Lohberger Zeche. Anlass war ein Rückstand Deutschlands bei der Erfüllung der Reparationsforderungen nach dem ersten Weltkrieg. Die deutsche Reichsregierung rief zum „passiven Widerstand” auf, so dass auch die Lohberger Belegschaft die Arbeit niederlegte.

Hierdurch gerieten die Lohberger Familien in eine neue Notlage. Die Stadtverwaltung richtete zur Versorgung der hungernden Menschen sogenannte Volksküchen ein. Erst im Oktober begann die Arbeit wieder.

Die Inflation stieg aber ins Unvorstellbare. Die Lohberger verdienten zwar wieder, konnten aber für ihr Geld kaum das Lebensnotwendigste erwerben. Zudem wurde den Haushalten die Deputatkohle verweigert.

In dieser Notsituation machten sich viele Lohberger am 8. November 1923 auf den Weg zur Zeche, um vom dortigen Kohlenlager Heizmaterial zu holen. Während vorher kleinere Diebstähle stillschweigend geduldet wurden, waren diesmal die Zechentore verschlossen. Es kam zu Unruhen und Auseinandersetzungen, in deren Verlauf einige der zum Schutz der Kohlenvorräte eingesetzten Bergbeamten verwundet und später ein Bergmann erschossen wurde. Daraufhin griffen die aufgeregten Bergleute die Polizisten an. Der Todesschütze und ein weiterer Polizist wurden getötet.

 

Zitiert:

„Oberlandjägermeister Claas wurde … auf der Verbindungsbrücke zwischen Schacht l und Schacht 2 von der Menge gefasst und mit einer Kreuzhacke zu Boden geschlagen. Der erschlagene Oberlandjägermeister wurde dann von seinen Totschlägern von der ca. 20 Meter hohen Verbindungsbrücke … heruntergeworfen. … Die kommunistischen Hundertschaften waren unbeschränkte Herren der Schachtanlage. … Mangels jeglichen Schutzes herrscht im Gebiet der Zeche Lohberg nach wie vor völlige Anarchie. … Es ist darum kein Wunder, dass am gestrigen Tage die Plünderungen auf der Schachtanlage wieder begonnen haben.” (Hamborner Volkszeitung im November 1923)

Die Gemeinde bemühte sich in diesen schwierigen Zeiten durch Gründung eines Elisabeth-Vereins, Sammlungen, Kinderlandverschickungen und anderen Aktivitäten die größte Not zu lindem.

Besonders wegen der kommunistischen Bestrebungen im Bereich der Schule gab es Auseinandersetzungen zwischen Kommunisten und christlichen Gemeinden. Am l. Mai 1923 zogen die Demonstranten mit den Rufen „Nieder mit den Pfaffen!” und „Nieder mit der konfessionellen Schule!” am Pfarrhaus an der Kasinostrasse vorbei.

Der 9. März 1930

Die Zeiten blieben schwierig. Die Arbeitslosigkeit war überaus hoch, viele Lohberger kamen kaum „über die Runden”. Im Juli 1929 beschloss der Kirchenvorstand dennoch den Bau einer neuen Kirche nach Plänen des Weseler Architekten Hermann Merl. Da die Notkirche langsam baufällig wurde, sahen alle beteiligten Institutionen die Notwendigkeit der Baumaßnahme ein.

Am 9. März 1930 konnte auf dem Baugrundstück, das die Vereinigten Stahlwerke (vorher Gewerkschaft Lohberg) zur Verfügung gestellt hatten, der erste Spatenstich getan werden. Gemeinsam mit dem Kaplan segnete der Pastor den Bauplatz, Als Vertreter der Gemeinde beteiligten sich die Mitglieder der kirchlichen Gruppen an diesem symbolischen Akt.

Die Freude darüber ist noch heute deutlich in den Gesichtern auf den Fotos zu sehen

Die Baukosten für die Lohberger Marienkirche sollten sich am Ende auf 288.000 Mark belaufen. Dieses Geld zu beschaffen, noch dazu in der damaligen Zeit, war ein sehr schwieriges Projekt. Im Jahre 1931 wurde eine Hauskollekte für die Gemeinde in der Rheinprovinz genehmigt, die in den Regierungsbezirken Düsseldorf, Aachen, Koblenz und Trier gehalten wurde.

Im Bistum Münster wurde am 23. August 1931 eine Kollekte abgehalten. Der Bischof empfahl in einem Hirtenwort diese Kollekte, „da Lohberg zu den ärmsten Kirchengemeinden des Bistums” gehöre.

Seit Advent 1929 stand Pastor Nienhaus fast alle 14 Tage auf einer fremden Kanzel, um je nach Größe der betreffenden Gemeinde, 3- bis 6-mal am Tag zu predigen und anschließend zu kollektieren für seine arme Gemeinde. Er stand dafür auf 130 Kanzeln. Erhebliche Geldbeträge sammelten auch die Mitglieder der Lohberger Mariengemeinde selbst.

Am 6. Mai wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Zunächst hob man eine große Baugrube aus. Mit einem Stahlgerippe und einem entsprechenden Betonfundament sollte die Kirche gegen Bergschäden gesichert werden.

Der 31. August 1930

„Am 31. August 1930 wurde der Grundstein für die neue Kirche gelegt. Dort wo der Hauptaltar errichtet werden sollte, wurde ein großes geweihtes Kreuz aufgestellt und der ganze Altarplatz vom Pfarrer gesegnet. Er verlas dann in lateinischer und deutscher Sprache die Urkunde, die mit der Sonntagsausgabe der Dinslakener Volkszeitung und einigen Ansichten von Lohberg und Dinslaken in eine kupferne Büchse verschlossen und in den Grundstein vermauert wurde.” (Pfarrchronik)

Der Grundstein wurde nahe bei der Hauptaltarstelle in das bereits bestehende Mauerwerk eingefügt

Zahlreiche Lohberger hatten sich zu diesem Festakt auf der Baustelle versammelt, auch waren viele Ehrengäste zugegen

 

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