Firmung

Christsein und Christwerden vollzieht sich in verschiedenen Stufen, die von sakramentalen Feiern begleitet werden. Im Sakrament der Firmung empfangen wir die Stärkung durch den Heiligen Geist. Genauso wie am Pfingsttag senkt sich der Heilige Geist auf den Christen herab um ihn zum Glauben zu stärken. Dabei wird die Taufe entfaltet, bekräftigt und vollendet.

Christen brauchen diese Stärkung gerade auch heute, damit sie in ihrer je eigenen Weise den Glauben selbstverantwortet leben können. So ist das Sakrament der Firmung auch eine Hilfe zur Orientierung im Glauben.

 

Heute wird die Firmung in den meisten Fällen Jugendlichen oder jungen Erwachsenen gespendet. Bei der Taufe des Kleinkindes haben Eltern und Paten stellvertretend für das Kind den Glauben bekannt und um Gottes Beistand gebeten. Bei der Firmung tut dieses der Firmkandidat selbst. Die Firmung vollendet dabei die Aufnahme in die Kirche zeichenhaft in einer konkreten Gottesdienstgemeinde. Die Firmung spendet der Bischof oder ein von ihm beauftragter Weihbischof oder Priester. Dies bedeutet, dass  die Firmung nicht nur die Aufnahme in eine konkrete Pfarrei ist, sondern dass der gefirmte Christ lebendiger Teil der ganzen Kirche ist. Bei der Firmung salbt der Firmspender den Firmkandidaten mit Chrisam. Dabei sagt er: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, dem Heiligen Geist!“ Das Chrisam ist ein Zeichen des Heiles und des Schutzes, den der Heilige Geist uns Christen schenken möchte. Gleichsam wie ein Siegel liegt dieser Schutz auf uns. Die Firmung verdeutlicht, dass wir als Christen nicht alleine ein sinnvolles Leben führen können. Dafür steht der Firmpate oder die Firmpatin.

Kurz gesagt geht es bei der Firmung also darum, sich von Gott in Dienst nehmen und dafür von Gottes Geist stärken zu lassen.

 

                 

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