Wachsen wie das Korn der Erde

Artikel der NRZ am 03.10.2016
(Text Susanne Gerstenberg, Fotos Markus Joosten - FUNKE Foto Services)

Mehr als 20 junge Akteure des Kinder- und Jugend-Cantemus-Chores und der Chor-AG Dorfschule Hiesfeld begeisterten mit einem Erntedank-Musical
Dinslaken.
Eingerahmt in einen Erntedank-Gottesdienst, geleitet von Pastor Gregor Kauling, machten Kinder gestern das Thema in einem stimmungsvollen Musical lebendig.
 

Mehr als 20 junge Akteure des Kinder- und Jugend-Cantemus-Chores der kath. Kirchengemeinde Heilig-Geist und der Chor-AG Dorfschule Hiesfeld hatten zu diesem Anlass eingeladen.
Unter der Leitung von Kirchenmusikerin Stella Seitz und ihrer Assistentin Nicole Enders sangen und spielten die Kinder und Jugendlichen auswendig ein Musical, das Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammenfasste. „Pizza-Dienst und Döner – was kann schöner sein“, hallte es einleitend im ersten Lied durch die voll besetzte Kirche. Die Geschichte, an der die jungen Musiker seit März geprobt hatten, begann. Begleitet wurden sie von dem Kirchenmusiker Michael Lex (34) am E-Piano und Leander Enders (12) am Schlagzeug, die die Komposition von Dirk Schmalenbach gefühlvoll umzusetzen wussten.
Die 16 Akteure im Alter von 7 bis 16 Jahren erinnerten an die Zeit der Pilgerväter, die im Jahre 1620 mit der Mayflower die amerikanische Küste erreichten und nur dank der Eingeborenen den Winter überlebten. Häuptling „Massasoit“, gespielt von Ravi Enders (9), sorgte in der Geschichte dafür, dass die Siedler Essen, aber auch Saatgut für die kommende Ernte bekamen. In einer weiteren Hauptrolle bewährte sich John Kottenhahn (9) als Kapitän Jones der Mayflower.
Der Friede müsse erhalten bleiben war das Fazit der Darsteller und so konnten alle am Ende zusammen ein Erntedankfest feiern, das an den „Thanksgiving Day“ in den USA anlehnt. „Wir dürfen wachsen wie das Korn der Erde“, sangen sie und das Publikum lauschte gebannt den feinen Stimmen der Kinder. Romy Pomorin (7), alias „Siedler Sam“, staunte über sich selbst. „Ich habe den Text auf der Autofahrt nach Usedom auswendig gelernt“, sagt sie stolz.
Pastor Kauling fand im Anschluss die richtigen Worte, als er daran erinnerte, dass der Frieden unter den Siedlern und Ureinwohnern Amerikas damals nicht lange hielt. Wir sollten auch heutzutage an Kinder im Krieg denken, meinte er.
Besondere Aufmerksamkeit gebührte der technischen Inszenierung durch Dirk, Mirco und Sarah Dominiczak sowie Rosa Enders (13), die für Make-up und Kostüme verantwortlich war.
Den Ausklang fand die Veranstaltung bei einem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Fingerfood, Säften und Muffins im Gemeindehaus.

Fotos Pastor Kauling von der Probe:

 


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