Neujahrsansprache von Pfarrer Gregor Kauling

Die Ansprache von Pfarrer Kauling beim Neujahrsempfang unserer Pfarrei am 18. Januar im Ledigenheim/Lohberg hat von ihrer Aktualität bis heute nichts eingebüßt. Sie fand seinerzeit große Beachtung und auf vielfachen Wunsch veröffentlichen wir hier ihren vollständigen Wortlaut:

I.)
Ich darf Sie alle ganz herzlich begrüßen zu unserem Neujahrsempfang der Katholischen Kirchengemeinde St. Vincentius Dinslaken mit ihren 7 Gemeinden in dieser Stadt. Wir feiern an diesem Sonntag auch das äußere Fest unseres Patroziniums des heiligen Diakons und Märtyrers St. Vincentius von Saragossa (22.01.15 - Donnerstag).

Schön, dass Sie die Zeit gefunden haben heute bei uns sein, lieber Herr Bürgermeister, Dr. Heidinger, (lieber Herr Groß). mit Ihnen begrüße ich alle Vertreterinnen und Vertreter der politischen Fraktionen und die Mitglieder aus Rat und Verwaltung der Stadt Dinslaken. Ich begrüße sehr gerne die Beschäftigten unseres St. Vinzenzhospitals und des St. Franziskusaltenheims  und die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den unterschiedlichen Einrichtungen des Caritasverbandes Dinslaken/ Wesel, für den insbesondere Du stehst, lieber Michael. Danke auch für die Anwesenheit von Vertretern aus der vielfältigen Schullandschaft Dinslakens. Herzlich willkommen, Euch allen, den evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrern unserer Schwesterkirche und allen dortigen Gemeindemitgliedern und allen  Vertretern und Vertreterinnen der anderen Religionsgemeinschaften, besonders der Moscheen hier in der Stadt. Ich danke vor allem auch den vielen ehrenamtlich Engagierten unserer 7 Gemeinden und allen hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Pfarrei, die heute hier sind, selbstverständlich, meinem Pastoralteam und meinen lieben Mitbrüdern im geistlichen Amt.

Euch und Ihnen allen, verehrte Damen und Herren,  sei ein frohes und gesegnetes Neues Jahr 2015 gewünscht!

II.)
Als die Katholische Kirchengemeinde St. Vincentius vor einigen Monaten den Veranstaltungsort des diesjährigen Neujahrsempfangs festlegte, konnte keiner ahnen, welche Entwicklung und für uns in Dinslaken unmittelbare Präsenz der internationale Terrorismus weltweit und in unserer Stadt Dinslaken einnehmen würde.

Irgendwie haben wir alle den Eindruck, dass die Weltengemeinschaft in diesen Tagen auseinanderbricht, als bislang natürlich erachtete Sicherheiten werden unvermittelt brüchig und ein Friede - auch mit Blick auf 1945 in Deutschland -  der für meine Generation und die davor seit 70 Jahren als selbstverständlich erachtet wurde - vor unseren Augen zerrinnt.   

Angst und Sorge machen  sich breit und nehmen eine neue Präsenz ein, die einen atemlos werden lässt. Der internationale Terrorismus im Gewand des politischen Extremismus und religiösen Fanatismus zeigt uns seit einigen Jahren sein hässliches Gesicht, gewährt virtuelle und sehr realistische, ja  beängstigende und barbarische Blicke in den Abgrund der menschlichen Seele, bis hinein in unsere abendlichen Wohnzimmer.  Menschen werden gefragt:  „Wo wohnst du?"  „In Dinslaken? „Ist das nicht dort, wo...?"

Sehr verehrte Damen und Herren, es ist gut, dass wir alle heute Morgen hier sind, im Herzen der schönen Gartenstadt Lohberg. Seit Jahrzehnten leben hier im Stadtteil Menschen aus sehr unterschiedlichen Herkunftsländern, Kulturkreisen und religiösen Bekenntnisses - Tür an Tür und Garten an Garten zusammen. Das gilt für unsere ganze Stadt. Die gemeinsame Arbeit, das Schaffen und Aufbauen,  in und um den Bergbau der Region hatte uns einst zusammengeführt. Was verbindet uns heute miteinander? Was bewegt uns? Was treibt uns an? Was wissen wir überhaupt von einander, wie der andere lebt, was und wie sie glaubt oder  was ihr wichtig ist?

Mit dem Blick auf die politische Aktualität der vergangenen 14 Tage, die weit hineinreicht in eine kulturpolitische und religionsphilosophische Debatte und Auseinandersetzung hat mich die Titelzeile der aktuellen Ausgabe der Satirezeitschrift Charlie Hebdo herausgefordert, provoziert und  inspiriert.

So richtig es ist, unsere Solidarität und unser Mitgefühl zu betonen, gegenüber Opfern von Gräuel- und Gewalttaten, ja im Angesicht kaltblütiger Mörder, so richtig ist es aus meiner Sicht auch zu betonen, dass wir sicherlich nicht alle Charlie sind, und, dass es in diesen Stunden angebrachter erscheint, ins Gebet und ins Gespräch miteinander zu führen, als  neue Gräben aufzureißen, welche geeignet sind, die religiösen Gefühle von Menschen zu missachten und Religionsgründer und deren heutigen leitenden Vertreterinnen und Vertreter der Lächerlichkeit Preis zu geben. 

Es gibt eben auch Grenzen des Taktgefühls.

Daher ist diese Zeile, die mich bewegt  nicht so sehr:

 "Je suis Charlie...", "Ich bin Charlie...", das "bin ich jedenfalls nicht!

sondern: "Tout est pardonnée..." "Alles ist verziehen..."

Welch` hehres Wort - welches Gewicht, welche Emotion setzt es frei, welchen Anspruch formuliert es.

"Tout est pardonée..." "Alles ist verziehen..."

Barmherzigkeit und Vergebung ist ein zentrales Thema, dass die großen monotheistischen Religionen gleichermaßen betreffen und ein Thema in unserer Gesellschaft.

Der Gott, dem wir gehören, dem wir glauben und den wir bezeugen ist der Gott der Vergebung. Vergebung kommt von ihm, von dem lebendigen Gott.  Gott ist ein Gott der Vergebung. Dies zeigt uns sowohl die jüdisch-christliche Offenbarung in den Hl. Schriften als auch der Koran. Es ist sein Wille, seine Idee, seine  Entscheidung, und die gilt! Er hat sich darauf festgelegt.

"Lernt, was es heißt, Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer... "
so heißt es bei Hosea 6, 3-6

Gott wünscht sich, dass der Mensch ihn kennt und liebt, und nicht äußerliche Opfer darbringt, wobei das Herz dabei kalt bleibt, hohl und leer. Gottes Wesen ist die Liebe, darüber sind wir uns wahrscheinlich einig, welche sich in der Vergebung äußert und  konkret wird. Darüber  können Menschen nur staunen. Der Prophet Micha z.B. staunt  und sagt: „Wer ist ein Gott wie du, der Schuld vergibt und  Vergehen verzeiht? Der Freude daran hat, gnädig zu sein?“  (Mi. 7,18).

Zu den grundlegenden Aussagen des Korans gehört, dass  "Gott gnädig und barmherzig ist" (Sure 4,16). Das wird bereits daran deutlich, dass  alle 114 Suren des Korans (mit Ausnahme von Sure 9) mit der Einleitung beginnen: "Im Namen des gnädigen und barmherzigen Gottes", oder, anders übersetzt, "Im Namen Gottes, des Gnädigen und Barmherzigen". Auf dieses Erbarmen Gottes kann ein Mensch stets hoffen.

Die Vergebung Gottes für die Menschen zeigt sich im Glauben der Christen endgültig durch die Lebenshingabe Jesu am Kreuz.

„Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun…“

Es ist gut zu sehen, dass uns augenscheinlich der Anspruch der Vergebung in den Religionen und Kulturen mit dem Blick auf den lebendigen Gott miteinander verbindet, dort, wo uns unser menschliches Versagen nicht im buchstäblichen Sinne nachgetragen, sondern abgenommen wird und uns nicht in eine Spirale der Gewalt und Gegengewalt führt, in einen Teufelskreis der Rache und des eiternden Stachels der Unversöhnlichkeit in uns.

Es  wäre sicherlich spannend zu sehen, und voneinander zu lernen, was Vergebung und Barmherzigkeit für jeden von uns in aller Unterschiedlichkeit der Kulturen und Religionen bedeutet, und wem es aus unserer Sicht zugesprochen werden kann.

Dazu gehört es für mich zwingend dazu, dass wir Andersgläubigen ihren persönlichen Glauben nicht absprechen oder sie gar als „Ungläubige“ zu bezeichnen, die gar den Tod verdient haben.

Ich selber glaube aus tiefster Überzeugung daran, dass die Vergebung Gottes grenzenlos ist, das hat mich der Geist des II. vatikanischen Konzils gelehrt mit seinem Dekret über die Religionsfreiheit, dignitatis humanae:

"1. Die Würde der menschlichen Person kommt den Menschen unserer Zeit immer mehr zum Bewusstsein, und es wächst die Zahl derer, die den Anspruch erheben, dass die Menschen bei ihrem Tun ihr eigenes Urteil und eine verantwortliche Freiheit besitzen und davon Gebrauch machen sollen, nicht unter Zwang, sondern vom Bewusstsein der Pflicht geleitet...."

Der evangelische Pfarrer Matthias Harsányi  hat einmal gesagt:
Die Vergebung Gottes ist bedingungslos und sie ist kostenlos.
Sie ist allerdings  nicht vorbehaltlos.

Gott hat es sich vorbehalten, dass seine Vergebung angenommen werden muss. Sie wird nicht übergestülpt  oder aufgezwängt oder rechtlich verordnet. Vergebung ist ein  Geschenk Gottes und Geschenke müssen angenommen werden oder eben auch nicht.

Darin steckt das Gut der menschlichen Freiheit.

Vergebung ist nicht die Rechtfertigung von Schuld, das ist wichtig zu erkennen, Unrecht  ist und bleibt Unrecht. Unrecht wird durch Vergebung nicht  gutgeheißen. Unrecht ist auch in Gottes Augen Unrecht.  Unrecht, das vom Gesetz her strafbar ist, wird durch  Vergebung nicht straffrei.

Aber die Kultur der Vergebung schenkt uns etwas Wesentliches, sie lässt nicht zu, dass die innere und äußere Verletzung, die ich empfangen habe, meine Leben zur Gänze zerstört.

Ich lasse Gott selber Richter sein und spiele mich nicht  auf, als Herrn über  Leben und Tod, als Henker von so genannten „Ungläubigen“.

Diese Tage des internationalen Terrorismus können uns bitter stimmen, lassen wir das nicht zu.

Am morgigen Montagabend  setzen die unterschiedlichen Religionsgemeinschaften und christlichen Kirchen in Dinslaken  mit allen  Menschen guten Willens hier in unserer schönen Stadt ein sichtbares Zeichen, der Lebensgemeinschaft, mit Kerzen in der Hand sagen wir:  „Vergebung und nicht Gewalt!“

 

III.)
Am heutigen 2. Sonntag im Jahreskreis hat uns in der Katholischen Kirche die Schriftlesung von der ersten Jüngerberufung Jesu im Johannesevangelium begleitet. Eine Frage ist dabei überraschend:

„Was wollt ihr?“

Viel öfter hören wir im Leben die Frage „Was sollt ihr“. Mache dieses, tue jenes, unterlasse gefälligst das Andere. Das von außen vorgeschriebene und bestimmte Leben des „Sollens“.

Und Jesus fragt als erstes: „Was willst Du eigentlich selber?“
Diese Frage möchte ich uns allen zu Beginn des neuen Jahres auferlegen.

Diese Frage ist der Schlüssel zum Menschen, zu seinem Inneren, zu seinen Vorstellungen und Wünschen, die er oft genug nicht wagt zu denken, geschweige denn auszusprechen. Zuerst sollte ausgedrückt werden können, wohin die Sehnsucht geht, Deine Sehnsucht. Ansonsten kommen irgendwann eigene Entscheidungen zustande, die gegen den eigenen und „eigentlichen“ Lebenstakt von uns Menschen gerichtet sind, eben  von außen und nicht von innen her bestimmt.

Die Frage Jesu hilft den Jüngern kurz nachzudenken, was eigentlich ihre Motivation des „Nachlaufens“ ist, das es nicht irgendein blindes „Mitläufertum“ wird. Ihre Antwort ist bestechend ehrlich und einfach:

"Meister, wo wohnst du..."

Für die beiden Jünger in der Heiligen Schrift geht es ganz konkret darum, Jesus kennen zu lernen, wie lebst du, was ist dir wichtig, womit umgibst du dich, was magst du, was verabscheust du, was ist Dein Fühlen und Denken, wen liebst du und mit wem oder für wen möchtest du leben.

Eben: „Meister, wo wohnst Du…?“

Dieser geheime Wunsch wurde durch Jesu offene Einladung herausgelockt.

Wenn wir Menschen uns kennen lernen wollen, müssen wir miteinander das Leben teilen und uns mitteilen, was uns eigentlich wichtig ist und woraus wir leben.

Gilt dies nicht umso mehr für unsere christlichen Gemeinden, für unseren Glauben an Gott und unsere Zweifel mit denen wir an demselben immer wieder anstoßen? Würde es uns nicht gut tun zu hören, dass der Nachbar, der so fest und gläubig erscheint die gleichen Sorgen in sich trägt, dass dem Pastor die gleichen Fragen quälen und uns vielleicht auch im ehrlichen Miteinander Quellen aufgezeigt werden können,  aus denen vielleicht eine andere lebt?

„Kommt und seht…“ …sagt Jesus

Sie blieben jenen Tag bei ihm es war 16.00 Uhr im Nachmittag. Es muss das absolute Highlight in ihrem Leben gewesen sein. Da lässt sich jemand offen hinter die Karten schauen, er gewährt einen Einblick in sein Leben, er schenkt Gastfreundschaft.

So gewinnt Jesus neue Jüngerinnen und Jünger.

Er gibt Raum, er lässt leben und erleben. Er lockt Menschen an, lässt ihre Sehnsucht wach werden, und sie ihren eigenen Weg finden.

Leben wir als christliche Gemeinden wirklich schon genug mit den Unsrigen? Wissen wir genug, wo die Menschen von heute leben und  was sie bewegt?

IV.)
Ich habe vor einigen Monaten den Mitgliedern unseres Pfarreirates die Frage gestellt, wenn Jesus Christus morgen nach Dinslaken kommen würde, für einen Tag, wen würde er aufsuchen, mit wem würde er sprechen, an welchen Plätzen wäre er präsent. Wir waren uns sehr schnell einig mit Papst Franziskus an die Ränder zu gehen, einer Kirche, die nach Strasse riecht, „verbeult von den Zeichen der Zeit“.

In einem unserer neueren Hochgebete heißt es in der Liturgie, dass wir „offen sein sollen für das, was den Menschen von heute bewegt, dass wir ihre Freude und Hoffnung und ihre Trauer und Angst teilen und mit ihnen allen Gott entgegen gehen“.

Ich persönlich denke dabei besonders an die vielen, die nicht immer mit uns sind, denen das Leben zuweilen übel mitspielt, die Trauer tragen, Schmerzen von Krankheit und tödlichem Verlust, die ihren Lebensmut und ihre Hoffnung einbüßen mussten, die auf der Flucht sind, fern ihrer Heimat, ich denke an Menschen in unserer Mitte, die sich nutzlos fühlen, die ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen können, die sich ausgegrenzt und nicht dazugehörend empfinden, an die vielen die den Weg zu uns als Kirchengemeinde, so wie wir im Augenblick sind, nicht mehr finden.

Und,  ich stelle mir die offene Frage, was können wir in unserem eigenen Leben als Glaubende an Gott, und nicht im Leben der anderen konkret ändern, dass sich dies wandelt.

V.)
Die Gremien  unserer Pfarrgemeinde sind im Augenblick dabei auf der Basis der diözesanen pastoralen Leitlinien  einen lokalen Pastoralplan zu erstellen.

Wir machen im Kontext einer kirchlichen Zeitanaylse im Augenblick die eigenwillige und etwas paradoxe Erfahrung, dass einerseits unsere Pastoralräume immer größer werden und andererseits  die sich versammelnden Gläubigen in immer kleineren Gruppen präsent sind.

So gibt es eine Ungleichzeitigkeit von pastoralen Rädern.

Es gibt das Bedürfnis nach nachbarschaftlicher Nähe, Vertrautheit und sicheren Lebenskontexten in „meiner christlichen Gemeinde“, wo ich entweder lebe oder mich vielleicht über die Grenzen einer politischen Kommune zugehörig fühle. Andererseits stehen wir als katholische Kirche in der Stadt Dinslaken mit vielen anderen kulturtragenden Institutionen vor Herausforderungen, die in unserem pastoralen Denken Eingang finden müssen.

Für unseren lokalen Pastoralplan heißt dies:

  • nachbarschaftliche Nähe
  • die einzelne Gemeinde leben lassen
  • Profile entwickeln
  • die Kirche im Dorf lassen
  • feste seelsorgliche Ansprechpartner und Begleitung - gerade im Bereich der Begleitung von Kindern und Familien
  • Die Heimat in der eignen Konfession des Katholischen, im eigenen  Glaubensempfinden leben und ausgestalten

aber auch

  • Kommunikation und Gemeinschaft in den zentralen Herausforderungen der Zeit
  • Ökumenischer Dialog unter den christlichen Kirchen  und unter den Religionsgemeinschaften

In diesem Zusammenhang werden wir zum 14.03.2015 alle religiösen, kulturellen und politischen Gruppierungen in das Johannahaus einladen, dass Sie mit uns im Gespräch sein können, um Ihre Erwartungen, Hoffnungen, Anfragen, die Sie uns gegenüber als Katholische Kirche haben, zu äußern, weil uns interessiert, was Sie bewegt und wie wir als Kirche mit Ihnen allen auf dem Wege sein können.

Ich möchte allen Haupt,- Ehren,- und Nebenamtlichen Kräftten sehr danken  in unseren 7 Gemeinden der Katholischen Kirchengemeinde St. Vincentius, die  in den vergangenen Monaten versucht haben, zusammen  mit mir und dem ganzen Pastoralteam den Glauben zu leben, zu feiern, zu bezeugen und den Menschen im Geiste Jesu Christi zu dienen,  in den weiten Kreisen von Liturgie, Verkündigung, Caritas, Erziehung und Verwaltung, Gruppen, Verbänden und Gremien.

Überdies ist das Wichtigste unsere betende Präsenz und Verbundenheit in unseren schönen Gotteshäusern und Räumen. Dankbar blicke ich auf die Renovierung der St. Jakobuskirche zurück und voller Erwartung schaue ich auf die Restauration der St. Johanneskirche Eppinghoven und unseres Kirchenzentrums Johannahaus. Der schmerzhafte Abriss der Hl. Blutkirche berührt nach wie vor in diesem Zusammenhang viele Gläubige in unserer Mitte,  mit der Frage, wie sich die Gemeinde in Zukunft, mit welchen Schwerpunkten neu aufstellen und einbringen  kann?

Ich darf schon heute zu einem ganz besonderen Ereignis einladen, am diesjährigen Sonntag der Barmherzigkeit, 12.04.2015 wird das ZDF den Sonntagmorgengottesdienst live aus der Hl. Geistkirche übertragen.

VI.)
Wo wohnst du?

So werde ich als Pfarrer von Freunden in diesen Tagen immer einmal wieder gefragt.

„In Dinslaken und das sehr gerne…!“

Wo wohnst Du, das ist auch die Frage der ersten Jünger an Jesus, die einen ganzen Tag nach seiner Gastfreundschaft, die er gewährt, bei ihm verbringen.

Lassen wir uns gegenseitig weiter Teil haben, wo wir wohnen, was uns wichtig ist und am Herzen liegt.

Die selige Mutter Teresa war eine verbindende Frau an der Schwelle unterschiedlicher Kulturen. Bei ihrer Beisetzung im Jahre 1997 waren alle Religionsführer des Landes zugegen, alle Hindernisse überwindend, alle Grenzen sprengend.

Sie hat ihren Schwestern immer einmal wieder eine Lebensweisung mit auf den Weg gegeben, die ich uns allen gerne zu Beginn des Jahres 2015 schenken möchte:

„Gehe immer wieder in die Stille, suche sie auf, finde sie in Deiner Seele, sie führt dich unweigerlich ins sprechen und Schweigen vor Gott, ins Gebet, das Gebet vertieft in dir den Glauben an Gott und seine Barmherzigkeit, dieser lässt dich wachsen in der  Liebe, durch die du bereit wirst auch zum Dienen, was dir schließlich einen tiefen Frieden bringen wird…“

Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

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c/o Dechant Gregor Kauling, Gartenstr. 22, 46535 Dinslaken


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