Die Botschaft des Papstes zum Weltfriedenstag 2021

In den vergangenen Jahren hat die Pax-Christi-Gruppe Anfang Januar den Weltfriedenstag zum Anlass genommen, in Gottesdiensten die Botschaft des Papstes bekannt zu machen. Da die Gottesdienste vorerst ausfallen, will die Pax-Christi-Gruppe auf diesen Weg auf den diesjährigen Aufruf des Papstes aufmerksam machen.

Zu Beginn seiner Botschaft geht Papst Franziskus auf die Covid-19-Pandemie ein, die seiner Meinung nach „Krisen verschärft hat, die eng miteinander zusammenhängen, wie die Klima-, Ernährungs-, Wirtschafts- und Migrationskrisen, und schweres Leid und Not verursacht.“
Er bedauert,  dass im vergangenen Jahr verschiedene Formen von Nationalismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit wie auch Tod und Zerstörung bringende Kriege und Konflikte neuen Schwung gewonnen haben.

Deshalb stellt er  „Die Kultur der Achtsamkeit als Weg zum Frieden“ in den Mittelpunkt seiner Botschaft.

Für ihn ist  Achtsamkeit notwendiger Bestandteil zur Förderung der Würde jeder menschlichen Person, zur Solidarität mit den Armen und Schutzlosen, zur Sorge um das Gemeinwohl, zur Bewahrung der Schöpfung. Es geht dem Papst letztlich um eine Kultur der Achtsamkeit, um die heute oft vorherrschende Kultur der Gleichgültigkeit, des Wegwerfens und der Konfrontation zu beenden. Sein Fazit: Es gibt keinen Frieden ohne eine Kultur der Achtsamkeit!
 

Zum Aufruf des Papstes bitte auf das Bild unten klicken:

 

Für uns Christen ist neben praktischem Handeln das Gebet die Basis und Quelle unseres Engagements. Daher laden wir Sie ganz herzlich ein, am diesjährigen Weltfriedenstag gemeinsam einen Schritt auf dem Weg der Achtsamkeit zu gehen, der zugleich ein Weg zum Frieden ist. Wir sind –wie in keinem anderen Jahr –herausgefordert, achtsam und mit Phantasie zu beten.

Fürbitten:

Gott, du bist voller Mitgefühl und begleitest uns in unserem Leben achtsam und in Liebe. Wir tragen voll Vertrauen unsere Bitten vor dich:

Gott, stehe uns bei, uns selbst und unseren Mitmenschen gegenüber achtsam zu sein, gerade jetzt in Zeiten der Corona-Pandemie.

Gott, lass uns nicht aufhören, gegen den Pflegenotstand in Krankenhäusern und Altenheimen zu protestieren und weltweit für eine Sicherung der Gesundheitsversorgung einzutreten.

Gott, hilf uns für eine Kultur der Achtsamkeit zu leben, die sich nur entfalten kann, wenn wir uns konsequent für die Würde und das Wohl aller Menschen auf der Welt einsetzen.

Gott, globale Probleme mehren sich: Covid-19-Pandemie, Klimawandel, Waffenhandel, Armut, Ausbeutung und Gewalt gegen Frauen und Kinder sind nur einige Beispiele. Lass uns dazu beitragen, dass die Welt eine gerechtere wird und unsere Enkel*innen in eine gute Zukunft gehen können.

Gott, hilf denen, die im Bildungsauftrag im Dienst ihrer Bevölkerungen und in den –staatlichen und nichtstaatlichen –internationalen Organisationen arbeiten, geduldig zuzuhören, einen konstruktiven Dialog und gegenseitiges Verständnis zu fördern.

Gott, hilf uns nicht nachzulassen im Einsatz für Frieden und Versöhnung. Schenke uns Mut zur Verständigung, Kraft und Ausdauer, eine Gesellschaft aufzubauen, die auf Beziehungen der Geschwisterlichkeit beruht.

Gott, nimm alle Verstorbenen auf in dein Reich und stehe allen, die um geliebte Menschen trauern bei. Wir denken besonders an alle Menschen, die durch die Pandemie ihr Leben lassen mussten.

Gott, du siehst in unser Herz. Bei dir sind unsere Bitten aufgehoben. Bestärke uns darin, immer wieder neu auf dich zu hoffen.

Quelle: Gemeinsame Gebetsstunde von KFD, BDKJ, KDFB, Pax Christi und GKMD zum Weltfriedenstag 2021

 

 

 

 


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