Ein ganz besonderes Konzert

Ein in vielerlei Hinsicht bemerkenswertes Erlebnis war das diesjährige Gemeinschaftskonzert von Madrigalchor Dinslaken, Dinslakener Bach-Chor und Dinslakener Kammerorchester am Sonntag, 27. März 2022 in der St. Vincentius-Pfarrkirche.

Die bereits für das Jahr 2020 geplante Veranstaltung war seinerzeit gedacht zur Erinnerung und Mahnung an die Zerstörung Dinslakens am 23. März 1945, also vor 75 Jahren, sowie an die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde mit der französischen Stadt Agen vor 45 Jahren am 23. März 1975.

Niemand konnte ahnen, dass dieses Konzert heute, im Jahre 2022, eine so beklemmende Aktualität bekommen konnte und die Sehnsucht nach Frieden und das Gebet um den Frieden vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine so eindringlich werden würde.

Von Beginn an war daran gedacht, nicht nur Chöre und Orchester zu Gehör zu bringen. So schufen die Künstler Barbara und Alfred Grimm beeindruckende Kunstwerke, die am Taufbecken der Kirche ganz plastisch die zerstörerische Kraft des Krieges deutlich machen.

Unter Anleitung ihrer Kunstlehrerin Gertrud Schnütgen-Pauels arbeiteten die Schüler der damaligen Jahrgangsstufen 6, 9 und 10 des Theodor-Heuss-Gymnasiums zum Thema "Krieg". Ihre Bilder hängen jetzt, aufgereiht an zwei großen Bannern, am Geländer der Orgelempore:
 

Die einzelnen Bilder der Schülerarbeit sehen Sie hier:

 

 

 

 

 

 

     

zum Vergrößern bitte auf das jeweilige Bild klicken

Eine Beschreibung und Besprechung der Werke von Barbara und Alfred Grimm in der NRZ vom 28.03.2022 sehen Sie hier:

 

Vor dem Beginn des eigentlichen Konzerts gab es eine viertelstündige Meditation mit improvisierter Saxophonmusik und Bildern und Texten, die nachdenklich stimmten.

Die Bilder zur Meditation sehen Sie hier:

 

Im Mittelpunkt des musikalischen Teils der Veranstaltung stand die Aufführung des Requiems von Michael Haydn. Besonders aufwühlend war die Kantate von Rudolf Mauersberger "Wie liegt die Stadt so wüst", bei der Bilder von der Verwüstung Dinslakens übergroß an die Wände der Pfarrkirche projeziert wurden.

Die Bilder vom zerstörten Dinslaken sehen Sie hier:

 

Einen ausführlichen Bericht über das Gedenkkonzert aus der NRZ vom 29.03.2022  sehen Sie hier:

 

Die Veranstaltung wurde gefördert von der Stadt Dinslaken, dem Landschaftsverband Rheinland und verschiedenen lokalen Sponsoren.
Ein besonderer Dank gebührt dem Vorsitzenden des Madrigalchors, Theo Güldenberg, der die Idee zu diesem Konzert hatte und über Jahre hinweg mit großem Einsatz und Umsicht für deren Umsetzung Sorge getragen hat.

 

 


zurück
Scroll To Top