Am 21. Juni 2009 wurde in der Heilig Blut Kirche der letzte Gottesdienst gefeiert. Nach der letzten Eucharistiefeier verlas Domvikar Stefan Sühling das Profanierungsdekret, welches die Profanierung der Heilig Blut Kirche besiegelte. In den darauf folgenden Wochen wurde die Kirche abgerissen.

 

 

 

 

 

  An der Stelle der Heilig Blut Kirche wurde eine neue Kindertagesstätte mit angebundenem Pfarrheim für die Einwohner, Verbände und Gruppen der Gemeinde errichtet. Im Pfarrheim feiern wir regelmäßig zweimal in  der Woche die Heilige Messe.

 

 

 

Nach langen Jahren der Wartens, nach vielen Überlegungen und Planungen war es am Freitag, 10. Januar 2020, endlich so weit: der neue Glockenturm am Gemeindezentrum von Heilig Blut konnte gesegnet und seiner Bestimmung übergeben werden.

Der neue Glockenturm in der Gesamtansicht mit dem Gemeindezentrum Hl. Blut

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Pastor Werner Laslop segnete in einem Gottesdienst Turm und Glocke.       

Neben ihm kam als Vertreter der Stadt Dinslaken der stellvertretende Bürgermeister Thomas Gross, Pfarrer Bartel Kalscheur, der Vorsitzende des Gemeindeausschusses Willi Tenhonsel sowie der ehemalige Pfarrer der ev. Friedenskirche Sepp Aschenbach zu Wort.     

 

Auszüge aus der Ansprache von Willi Tenhonsel:

Einige wenige Worte zur Geschichte dieses Glockenturms. Pastor van Doornick bat zu seiner Verabschiedung darum, auf persönliche Geschenke zu verzichten. Wenn ihm jemand etwas zukommen lassen wolle, dann bitte ein Geldgeschenk, denn er wünschte sich hier an seiner langjährigen Wirkungsstätte einen Glockenturm. Das war der Startschuss, die Initialzündung.
Die Idee mit dem Glockenturm fanden viele charmant. Eine der ersten, die auf diesen Zug aufsprangen war die Familie Groß. Nicht nur Vater Bernhard, der uns jetzt wohl von Wolke 7 zuschaut, auch Sohn Thomas haben die Aktion Glockenturm Hl. Blut tatkräftig unterstützt. Thomas Groß ist ja bekanntlich seit Jahren stellvertretender Bürgermeister unserer Stadt. Bernhard Groß war ein vehementer Befürworter des Glockenbaus. Bekanntermaßen fuhr er ja 1 – 2 Mal im Jahr nach Maria Lach ins Kloster, um zu regenerieren. Eines Tages kam er zurück und berichtete: Ich habe da die Möglichkeit eine Glocke zu kaufen. Von der Größe er wäre das genau die richtige für Hl. Blut.
Unsere Intention: Kaufen. Damit hatten wir den ersten Pflock eingeschlagen. Aber die Frage war: wie kriegen wir die Glocke nach Dinslaken und wo lagern wir sie? Den Transport haben Vater und Sohn Groß organisiert. Und mein damaliger Kollege im Kirchenvorstand Andreas Kamps hat sich sofort bereit erklärt, die Glocke bei sich in der Werkstatt einzulagern.

Warum hat es bis 2019 gedauert, dass der Glockenturm aufgerichtet wurde?
Es wurden eine Vielzahl von Varianten geplant und wieder verworfen, aus den verschiedensten Gründen.
Der Glockenturm steht nun genau an der Stelle, wo er von Anfang an geplant war.

Unser Dank gilt den vielen Sponsoren und Helfern, die daran mitgewirkt haben, vom Kirchenvorstand – Georg Klinkner – über die Zentralrendantur – Frau Böckenberg und Herrn Schöttler – dem Planungsbüro Weber, der Glockenfirma Petit & Ellerbrock und allen Handwerkern, die beteiligt waren. Nicht zuletzt gilt unser Dank dem Lions-Club, der die verbliebene Finanzlücke schloss.
Am 29. Oktober letzten Jahres war es dann endlich soweit. Der Turm wurde aufgerichtet. Der erste der sich bei mir meldete, war der langjährige Pfarrer der Friedenskirche Sepp Aschenbach mit den Worten, ich zitiere: „Schön, sehr gut gelungen, die Ähnlichkeit mit dem alten Turm ist nicht zu übersehen. Jetzt sieht man wieder deutlich, dass hier Kirche lebt.“ Besser kann man es nicht formulieren.

Mehr Fotos der Einweihungsfeier sehen Sie hier: Fotos

Die Rede vom stellvertretenden Bürgermeister Thomas Gross können Sie hier nachlesen:
 

 

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