Hier stehe ich und kann nicht anders?

Eines der derzeitigen „Aufregerthemen“ in der Kirche ist der sogenannte „Kommunionstreit“ unter den deutschen Bischöfen. Dabei geht es um die Frage des Kommunionempfangs von Christen evangelischer Konfession, die mit einem katholischen Partner bzw. mit einer katholischen Partnerin verheiratet sind.
Vor dem Hintergrund des päpstlichen Schreibens amoris laetitia ringen die Bischöfe um einen gemeinsamen Weg des Umgangs mit dieser Frage.
Auch wenn es in den Augen der Öffentlichkeit, in den Augen derjenigen, die von dieser Frage betroffen sind, und in den Augen derer, die sich um die Ökumene sorgen, um einen unerfreulichen Streit handelt, so weist diese Diskussion darauf hin, auch einmal den je eigenen Empfang des Leibes Christi zu reflektieren.
Hilfreich dabei ist, die Antwort auf den Kommunionempfang, das gesagte „AMEN“ in den Blick zu nehmen.
Die Wortwurzel ‚mn (amen) umfasst Bedeutungen wie Wahrheit, Festigkeit, fester Grund, Treue, sich anvertrauen, sich auf etwas stellen, an etwas glauben.  Den Erstkommunionkindern erklären wir das mit dem Satz: „Dazu stehe ich!“ 
Die Bedeutung erschließt sich im Buch des Propheten Jesaja (7,9). Martin Luther umschreibt diesen Vers mit den Worten: „Gläubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht“. Joseph Ratzinger präzisierte ihn wörtlicher: „Wenn ihr nicht glaubt (an Jahwe festhaltet), dann werdet ihr keinen Halt haben“. (vgl. Ratzinger, Einführung ins Christentum, München 1968) 
Die Antwort „AMEN“ beim Kommunionempfang bedeutet also die unbedingte Zustimmung, das letztendliche Festmachen in dem, was dabei empfangen wird: Die bleibende Gegenwart Jesu Christi im eucharistischen Brot in seiner Kirche. Ein Bekenntnis von erheblicher Tragweite.
Auch wenn es eine kirchliche Lösung in der Frage des Kommunionempfangs gibt, bleibt die Aufgabe, unsere je eigene und persönliche Antwort zu geben: Glaube ich daran? Stehe ich dazu? Und: Welche Schlüsse ziehe ich daraus für meinen Glauben und mein Leben?
Petra und Franz-Josef Roth (Pastoralreferentin, Pastoralreferent)

Archiv

Hier stehe ich und kann nicht anders? - Petra und Franz-Josel Roth   

Bilder aus der Natur - Pater Samuel

Wo mir Gott aufgegangen ist - Diakon Andreas Brosthaus

Wie sieht eigentlich mein Sonntag aus? - Niels Ketteler

Fronleichnam - Pfarrer Barthel Kalscheur

Der Heilige Geist - Pfarrer Werner Laslop

Mütter und Väter - Pastoralreferentin Mareike Schraut

Zu Hause - Pastoralreferentin Mareike Schraut

So sind wir eingeladen, am Weinstock zu bleiben - Pfarrer Barthel Kalscheur

Erstkommunion 2018 - Pfarrer Barthel Kalscheur

Wir sind Zeugen - Werner Laslop, Pastor

Geistliches Wort zu Ostern - Pfarrer Barthel Kalscheur

Wir sind als sein Volk geheiligt - Pater Prasad Christudasan

Dankbarkeit

Jetzt können Sie sich aber mal kennen lernen - Pastoralreferent Franz-Josef Roth

Was bin ich bereite zu opfern?

Fastenzeit – Taufvorbereitungszeit für Erwachsene

Das Schweigegebot Jesu - Pfarrer Barthel Kalscheur

Jesus nimmt sich Zeit - Niels Ketteler, Pastoralassistent

Etwas andere Vorsätze - Pastoralreferentin Mareike Schraut

Die Hoffnung Gottes auf den Menschen - Pater Prasad Christudas

Gemeinsam gegen Kinderarbeit ... - Pastoralreferent Franz-Josef Roth

Im Blick zurück: Dankbarkeit! Im Blick nach vorne: Zuversicht - Pfarrer Barthel Kalscheur 

Weihnachten 2017 - Pfarrer Barthel Kalscheur


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