Überlebende Jugendliche und ihre Schicksale nach 1933

Kinodokumentarfilm von Karin Kaper und Dirk Szuszies
Deutsch-Polnischer Kulturpreis Schlesien 2017 
Ehrenmedaille der Europäischen Kulturhauptstadt Wroclaw Weltweit eingeladen auf bedeutende Filmfestivals

www.judenausbreslaufilm.de

Sondervorführung in Dinslaken im Lichtburg-Center am Montag 12.10.26 um 19.30 Uhr

ZusätzlicheSchulvorführungam13.10.26 imKino
Jeweils in Anwesenheit des Regisseurs Dirk Szuszies

In Zusammenarbeit mit Anne Prior, Dinslaken, Stadtbibliothek Dinslaken, Omas gegen Rechts Dinslaken, Evangelischer Kirchenkreis Dinslaken Flüchtlingsrat Dinslaken, Amnesty International Dinslaken, Mother’s Call Dinslaken, Stadt Dinslaken

Dieses Projekt wird gefördert durch die Fachstelle für Demokratie der Stadt Moers im Auftrag des Kreises Wesel im Rahmen des Landesprogramms „NRWeltoffen“ des Demokratiezentrums NRW  in der Landeszentrale für politische Bildung, Am Neutor 24, 46535 Dinslaken

Protagonisten: Esther Adler, Gerda Bikales, Anita Lasker-Wallfisch, Renate Lasker- Harpprecht, Walter Laqueur, Fritz Stern, Guenter Lewy, David Toren, Abraham  Ascher, Wolfgang Nossen, Eli Heymann, Mordechai Rotenberg, Max Rosenberg, Pinchas Rosenberg sowie eine deutsch-polnische Jugendgruppe aus Bremen und Wrocław

EinFilmvonaktueller Brisanz, der eineindringlichesZeichensetzt gegen stärker werdendenationalistischeundantisemitischeStrömungen inEuropa.EinFilm, der aufzeigt, wohineinekatastrophale Abschottungspolitik  gegenüber Flüchtlingen führt. Ein Film, der anhand der Lebensschicksale der  Protagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen desHolocaust inVerbindungsetzt.

Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich, und  auch in Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt.

14 Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Films. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdische  Lebenswelten in Breslau. Ihre späteren Erfahrungen veranschaulichen eindrücklich ein facettenreiches Generationenporträt. Einige von ihnen nehmen sogar den Weg in die frühere Heimat auf sich, reisen ins heutige Wrocław, wo sie einer deutsch-polnischen Jugendgruppe begegnen. Gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus schlägt der Film eineemotionale Brücke von der Vergangenheit in eine von uns allen verantwortlich zu gestaltende  Zukunft.  

Pressestimmen:

Peter von Becker, Tagesspiegel

Ein filmisches Denkmal, erschütternd und erhellend. Um das Aufeinandertreffen der letzten Zeugen mit den Mädchen und Jungen von heute ziehen die Filmemacher Kaper und Szuszies ihre behutsamen Kreise: von Breslau einst und jetzt, von Orten der Emigration mit Szenen auch aus Israel, den USA oder Frankreich, im Wechsel zwischen historischen und aktuellen Aufnahmen, Einzelinterviews, Dialogen mit den Jugendlichen und erstaunlichen Begegnungen.

Eva-Elisabeth Fischer, Süddeutsche Zeitung

Zeugnis gegen die Unverbesserlichen. Es wird alles gesagt. Geschont wird niemand. Und das ist gut so.

Björn Schneider, Spielfilm.de

"Wir sind Juden aus Breslau" ist ein Kaleidoskop an ergreifenden, sprachlos machenden Einzel- und Familienschicksalen, die der Film klug, mitreißend und zu keiner Sekunde langatmig, 
miteinander verwebt. 

Dorothee Tackmann, Programmkino.de

In vierzehn Lebensläufen entsteht eine Reise um die halbe Welt. Eine bewegende, perspektivenreiche Dokumentation. Dieses Zusammentreffen der Zeitzeugen ist einmalig. Der Film nimmt einen gefangen.

FBW: Prädikat Wertvoll       FSK: ab 12 Jahre         Länge: 108 Minuten

Produktion und Eigenverleih des Films wurden von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördert.