„Ich bin die Tür.“

Kirchenkunstwerk im August 2026

In der Kirche St. Albertus Magnus Hünxe-Bruckhausen befinden sich mehrere Kirchenfenster der Künstlerin Hildegard Bienen. Zu ihnen gehört auch das hier gezeigte kleine Fenster mit dem Christusmonogramm, dem sogenannten Chi-Rho. Es setzt sich aus den beiden griechischen Anfangsbuchstaben des Wortes „Christus“ zusammen und gehört zu den ältesten christlichen Symbolen.

Auffällig ist der Ort, an dem Hildegard Bienen dieses Fenster platziert hat: Es befindet sich direkt über einer Tür. Ob diese Anordnung bewusst gewählt wurde und eine bestimmte Aussage vermitteln soll, lässt sich heute nicht mehr mit Sicherheit sagen. Dennoch liegt eine Deutung nahe. Im Johannesevangelium sagt Jesus: „Ich bin die Tür.“ Er beschreibt sich als den Zugang zu Gott und zu den Menschen und als Tür, die den Menschen Leben und Hoffnung eröffnet. In diesem Zusammenhang erhält die Verbindung von Tür und Christusmonogramm ihre besondere Bedeutung.

Eine weitere Ebene kommt durch das beleuchtete Notausgangsschild hinzu, das sich heute unter dem Fenster befindet. Es gehört zwar nicht zur ursprünglichen Gestaltung des Kirchenraums, wirkt aber überraschend passend. Das Schild lädt dazu ein, Christus als einen „Notausgang“ zu verstehen – nicht im Sinne einer Flucht, sondern als den, der Menschen in ausweglosen Situationen einen neuen Weg eröffnet. Wo Angst, Leid oder Hoffnungslosigkeit den Blick verstellen, weist er den Weg ins Freie, ins Weite und in neues Leben.

Die Kirche ist in der Regel geschlossen. Geöffnet ist sie ist den Gottesdiensten am Samstagabend von 18.00 bis 19.45 Uhr.