Geflüchtete Familien lernen ihre neue Heimat kennen

Der Andrang und das Interesse waren groß, als das Team aus Herz-Jesu Oberlohberg ein besonderes Angebot für die Herbstferien machte. Man besuchte an drei Nachmittagen das Museum Voswinkelshof, vielen auch als Heimatmuseum bekannt.

Die Museumspädagogin Frau Hamelmann hatte sich bei ihren drei Führungen ganz besonders auf die Kinder eingestellt.

In einfachen und sehr anschaulichen Worten erfuhren die Besucher etwas über die Entstehungsgeschichte ihrer neuen Heimatstadt und konnten anschaulich die Konstruktionsweise des Pfahlbaus betrachten. Die besonderen Bodenverhältnisse hatten schon die frühesten Bewohner der Stadt erfindungsreich auf Sumpf und Fließsand reagieren lassen. Ein Blick in die Tiefen unter dem heutigen Museum zeigte sehr deutlich die angewandte Bauweise. Staunend stand man vor der Modellstadt aus früheren Jahrhunderten und bewunderte die Ausgrabungen.

Eine Besuchergruppe aus der Fliehburg vor dem Museum Voswinkelshof

Mehr Bilder vom Besuch sehen Sie hier:

Ganz besonders interessant fanden die Kinder die Ritterrüstung und deren extremes Gewicht. Ein kleine Vorstellung davon bekamen sie, als sie die Ritterhaube aufsetzen durften.
Auch die übrigen Räume, wie z.B. die Küche mit der Feuerstelle und den alten Kochgerätschaften, die Arbeitsgeräte für die verschiedensten handwerklichen Disziplinen, wurden bestaunt. Verblüfft waren besonders die Schulkinder über den Schulklassenraum mit den Schiefertafeln und der Perlenrechenmaschine. An diesem Raum konnte man ganz besonders den rasanten Fortschrift ermessen, der heutzutage in alle Klassenräume Einzug gehalten hat. Ein Lehrer für acht Schuljahre in einem Klassenraum! Heute unvorstellbar, unter solchen Bedingungen guten Unterricht zu machen. Aber es ging nicht anders, denn die Schülerzahl war ja wesentlich geringer, als das heute der Fall ist.
Erstaunlich war, dass sich einige junge Männer für die Geschichte des zweiten Weltkrieges in Dinslaken interessierten, hattte man doch diesen Teil bewusst ausgespart. So bekamen sie auf ihre Bitte hin noch extra Informationen zu diesem Thema durch Karin Schmidt-Zorn.
Als man dann die Gerätschaften einer alten Bäckerei betrachten durfte, stand für viele Kinder fest, dass sie sich zum Brotbacken am alten Backhaus anmelden würden, was dann auch geschah. Mit 13 Kindern wird demnächst am alten Backhaus Brot gebacken werden. Das Versprechen steht.
Nach der Führung saß man noch ein wenig gemütlich bei Gebäck und einem Getränk beisammen und bedankte sich für einen sehr informativen und gelungenen Nachmittag mit einem kräftigen Applaus.

Bankverbindung für die Unterstützung der Flüchtlingsarbeit :
Volksbank Dinslaken  Kath. Kirchengemeinde St. Vincentius Dinslaken „Projekt Flüchtlinge Fliehburg“ IBAN : DE 72 352612 480102 017064.

Ansprechpartner K. Klein, 02064-92274 oder Ruth Ratajczak, 02064-70187

 


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