Der Gottesdienst im Rahmen der Gebetswoche für die Einheit der Christen fand in diesem Jahr in der St. Vincentius-Pfarrkirche statt.
Der ökumenische Arbeitskreis Dinslaken-Stadtmitte nahm das 500-jährige Reformationsjubiläum zum Anlass, diesen Gottesdienst unter das Zeichen der Versöhnung zu stellen.

Versöhnung ist nicht möglich, ohne die Schuld zu benennen, die beide Seiten im Verlauf der Jahrhunderte auf sich geladen haben, hier dargestellt durch eine Mauer, die aus 12 Begriffen gebildet wurde:
 

 

Wir können die Vergangenheit bewältigen und in eine gemeinsame Zukunft gehen, wenn wir uns unserer Schuld stellen und mit Gottes Hilfe zu einer Umkehr unserer Gewohnheiten kommen,
hier dargestellt durch ein Kreuz, das aus den Gegenpolen zu den zunächst sichtbaren Begriffen gelegt wurde:
 

 

***********

Aus dem Vorwort der ökumenischen Arbeitsgemeinschaft, die den Gottesdienst geplant hat:

"Die Liebe Christi drängt uns, zu beten und zugleich über das Gebet für die Einheit der Christen hinauszugehen. Gemeinden und Kirchen brauchen Gottes Gabe der Versöhnung, weil sie eine Quelle des Lebens ist. Sie brauchen sie aber vor allem als Grundlage für ihr gemeinsames Zeugnis in der Welt: „Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.“ (Joh 17,21)

Die Welt braucht Botschafter der Versöhnung, die Mauern abtragen, Brücken bauen, Frieden stiften und Lebensräume öffnen im Namen des einen, der uns mit Gott versöhnt hat: Jesus Christus. Sein Heiliger Geist weist den Weg, wie Versöhnung in seinem Namen heute geschehen kann.

Im Jahr 2015, als dieser Text entstand, gaben viele Menschen und Kirchen in Deutschland ein Beispiel für Versöhnung, indem sie die zahlreichen Menschen gastfreundlich aufnahmen, die aus Syrien, Afghanistan und Eritrea sowie aus den Ländern des westlichen Balkans geflohen waren und auf ein neues Leben in Sicherheit hofften. Ihre Hilfsbereitschaft und eindrucksvollen Aktionen gegen Fremdenfeindlichkeit waren ein klares Zeugnis der Versöhnung in der deutschen Gesellschaft. Als Botschafterinnen der Versöhnung setzen sich die Kirchen dafür ein, Flüchtlingen eine Heimat zu bieten und gleichzeitig auch die Verhältnisse in den Herkunftsländern zu verbessern. Konkrete Hilfe braucht es dabei genauso wie das gemeinsame Gebet um Versöhnung und Frieden, um gerade Menschen auf der Flucht und in bedrängten Situationen Hoffnung und Zuversicht zu schenken.

Möge im Gottesdienst und in der Gebetswoche für die Einheit der Christen 2017 die Quelle der von Gott geschenkten Versöhnung überfließen, damit Menschen Frieden finden und Brücken gebaut werden können. Mögen Menschen und Kirchen sich von der Liebe Christi drängen lassen, versöhnend zu leben und Mauern zu überwinden."

 


zurück
Scroll To Top