Liebt eure Feinde

Liebe Schwestern und Brüder,
unser Herr Jesus Christus bringt unsere gewohnten Denkmuster oft durcheinander. Deshalb hat sich bisweilen – auch in der Kirche – eine gewisse Rosinenpickerei herausgebildet, wenn es um die Worte des Evangeliums geht. Vielen ist die Nächstenliebe selbstverständlich. Aber die Feindesliebe?! Und doch heißt es an diesem Sonntag: „Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen“ (Mt 5,44). Auch diese Menschen sind nämlich Geschöpfe Gottes. Nicht nur die Nächsten, sondern auch noch die Feinde lieben? Das ist oft schwer zu ertragen und noch schwerer umzusetzen, aber es bleibt der Anspruch, unter dem wir stehen, denn unser Leben und Glauben ist christlich, d. h. dem Leben Jesu Christi nachgestaltet, der für uns ans Kreuz geschlagen wurde. Gefordert ist eine vollkommene Liebe, die alle einschließt… Christus kennt indes unsere Schwäche und deshalb liefert er uns ein kleines Alltagsbeispiel dafür, wie der Weg zur vollkommenen Liebe beginnen kann, indem er fragt: „Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes?“ (Mt 5,47). In dieser Frage steckt der Hinweis: Fangt doch einfach mal damit an, auch Menschen (freundlich!) zu grüßen, die ihr nicht kennt oder die euch nicht grüßen. Vielleicht ist das ein Anfang.
P. Jeremias

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Liebt eure Feinde - Pater Jeremias

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Christus, das Licht - Pastoralassistent Niels Ketteler

St. Vincentius von Saragossa M. - Pfarrer Gregor Kauling

Die eigene Bekehrung - Pater Jeremias

„Ein gesegnetes neues Jahr“ - Barthel Kalscheur, Pfarrer 

 

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