Das Gute - um seiner selbst willen

In einem Beitrag aus „Christ in der Gegenwart“ ging der Autor der Frage nach, warum es oft den Schlechten gut und den Guten schlecht geht. In einem Gedankenexperiment lädt er uns ein uns vorzustellen, es ginge grundsätzlich anders in der Welt zu: Den Guten erginge es immer gut, den schlechten Menschen schlecht. Wer Gutes täte, wäre wohlhabend, könnte unabhängig und frei leben, fände Ansehen und Wertschätzung und könnte seine Anlagen und Talente ungestört entfalten. Umgekehrt würde jede schlechte Tat mit spürbaren Einbußen bei der Befriedigung dieser Bedürfnisse bestraft. Ermahnungen zum Guten wären dann  überflüssig, ebenso Ge- und Verbote, Strafgesetze und Haftanstalten. Es wäre eine völlig andere Welt - nicht die unserer Erfahrung.
Der Autor meint, dass gerade in der konkreten Welt das Gute seine wahre Qualität bekommt. Erst hier ist es keine Dekoration für ein gemütliches Leben, keine „Wohnzimmertapete“ und nichts, das man wie eine Medaille für sich beanspruchen könnte. Er vergleicht es mit wirklicher Liebe. Jeder will um seiner selbst willen geliebt werden und nicht als Mittel zum Zweck. Genauso will auch das Gute um seiner selbst willen getan werden, einfach, weil es gut ist.
Der Wirklichkeitssinn gebietet, die Welt so zu sehen, wie sie ist. Alles andere wäre Kitsch. Der Möglichkeitssinn aber entdeckt darin die Keime einer anderen, besseren Welt, die nicht von selbst entsteht, sondern nur durch unseren Einsatz für die Güte und das Gute – getragen vom Glauben an den, der längst und unermüdlich dabei ist, durch uns etwas Großartiges daraus zu machen.
Barthel Kalscheur, Pfarrer

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